Ziffernrufnummer
Englisch: all-figure number
Eine Telefonnummer, die nur aus Ziffern besteht und seit den 1960er Jahren Nummern ersetzt, die mit einem Buchstabenkürzel für die Vermittlung begannen.
Nur-Ziffern-Nummer: ausschließlich Ziffern, keine Buchstabenvorsätze
Eine Nur-Ziffern-Nummer ist eine Telefonnummer, die ausschließlich aus numerischen Ziffern besteht und keine alphabetischen Zeichen enthält. In Nordamerika wurde dies zum Standard nach dem Übergang von gemischten alphanumerischen Vermittlungskennzahlen zum modernen zehnstelligen Nummernierungsplan. Die Umstellung begann in den 1960er Jahren, als Wahlvermittlungssysteme in der Lage waren, rein numerische Eingaben zu verarbeiten, und als der Telefonverkehr so dicht wurde, dass das alte System mit Buchstabenvorsätzen nicht mehr effizient funktionieren konnte.
Vor den Nur-Ziffern-Nummern wurden Vermittlungskennzahlen als Buchstaben auf der Telefonwählscheibe abgekürzt. Eine New Yorker Nummer konnte MUrray Hill 4-5678 lauten, wobei der Anrufer die ersten beiden Buchstaben (M und U) plus die restlichen Ziffern wählte. Dieses System funktionierte für Netze mit Hunderten von Vermittlungsstellen, aber es hatte eine Einschränkung: Der erste Buchstabe jeder Vermittlung musste einer von acht Tasten (2 bis 9) auf der Wählscheibe entsprechen. Die Buchstaben Q und Z waren nicht zugeordnet. Mit der Expansion der Städte und dem Bedarf nach mehr Vermittlungsstellen, als dieses alphabetische Schema unterstützen konnte, wurde das numerische System notwendig.
Das zehnstellige Format
Die standardisierte Nur-Ziffern-Nummer in Nordamerika enthält zehn Ziffern: eine dreistellige Vorwahl, eine dreistellige Vermittlungskennzahl und eine vierstellige Teilnehmernummer. Dies wurde als Nordamerikanischer Nummernierungsplan formalisiert. Die Vorwahl kennzeichnet die Region, die Vermittlungskennzahl identifiziert eine lokale Vermittlung oder Ortsvermittlung, die Teilnehmernummer erreicht den einzelnen Teilnehmer. Frühe Nur-Ziffern-Nummern verwendeten manchmal sieben Ziffern innerhalb eines lokalen Gebiets, wobei Benutzer die Vorwahl nur bei Ferngesprächen wählen mussten. Viele Systeme erfordern jetzt für alle Anrufe, lokal und Fernverkehr, die vollständigen zehn Ziffern.Die Beseitigung von Buchstaben kostete einen mnemonischen Vorteil: MUrray Hill war leichter zu merken und zu buchstabieren als 688. Allerdings lösten Nur-Ziffern-Nummern ein kritisches technisches Problem. Elektromechanische Wählscheibenschalter interpretierten Ziffern als Impulsmuster; rein numerische Adressierung war schneller und zuverlässiger als das Hybridsystem. Tastentelefone (DTMF) konnten Ziffern und Buchstaben senden, aber die Vermittlungsinfrastruktur standardisierte auf rein numerische Adressierung. Das machte die Nummernierung vorhersehbar, skalierbar und kontinentweit kompatibel.
Der Begriff 'Nur-Ziffern-Nummer' unterschied diese Nummern deutlich vom Vermittlungsnamen-Stil. In Fachliteratur und Dokumentation der Telefongesellschaften aus den 1960er und 1970er Jahren wurde der Übergang oft als Wechsel vom 'Namen und Nummer' zum 'Nur-Ziffern-Wählen' bezeichnet. In den 1980er Jahren war das ältere System in großen Städten fast völlig verschwunden, obwohl einige ländliche Vermittlungsstellen Buchstabenvorsätze länger behielten. Heute ist die zehnstellige Nur-Ziffern-Nummer so verbreitet, dass der Begriff selbst historisch geworden ist und hauptsächlich von Ingenieuren und Historikern verwendet wird, die die Technologieentwicklung diskutieren.