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Kfz-Technik

CCS2

Stecker, Ladegerät oder Buchse nach dem CCS2-Standard für Elektrofahrzeuge.

CCS2: der europäische Standard für Gleichstrom-Schnellladen von Elektrofahrzeugen

CCS2, formal Combined Charging System Combo 2, ist ein einzelner Stecker, der sowohl AC- als auch DC-Laden an einer einzigen Fahrzeugdose bewältigt. Er kombiniert eine Type-2-AC-Ladeschnittstelle (die europäische Standardsteckdose) mit zwei zusätzlichen DC-Stromkontakten darunter und ermöglicht es einer einzigen Buchse, sowohl langsames AC-Laden von einer Wallbox als auch schnelles DC-Laden von einer öffentlichen Schnellladestation anzunehmen. Diese Doppelfunktion macht separate Eingänge überflüssig und hat sich zum de-facto-Standard in Europa und zunehmend anderswo entwickelt.

Der Stecker selbst ist ein Sieben-Pin-System: fünf Pins für dreiphasigen AC-Strom und Neutralleiter, plus zwei große DC-Pins, die in aktuellen Ausführungen bis zu 350 kW oder mehr verarbeiten können. Die DC-Kontakte sind übergroß dimensioniert, um die hohen Stromdichten zu bewältigen, die für das Laden der Batterie in unter 20 Minuten erforderlich sind. Eine Kommunikationslinie zwischen Auto und Lader (der CAN-Bus) regelt Spannung, Strom und Wärmeverwaltung in Echtzeit aus. Die maximale DC-Spannung bei typischen Installationen beträgt 1000 V, wobei 800-V-Batteriesysteme in Premium-Fahrzeugen Standard werden, um die Ladezeit weiter zu verkürzen.

Die CCS2-Verbreitung teilt die Welt auf: Europa, China und viele andere Märkte schreiben sie vor, während Nordamerika den NACS-Standard bevorzugt. In Europa verfügen die meisten öffentlichen Schnellladestationen inzwischen über CCS2-Stecker. Die Fahrzeughersteller haben sich darauf geeinigt, obwohl einige ältere Modelle noch die älter Nur-AC-Type-2-Buchse zusammen mit einer proprietären DC-Steckdose tragen. Die Robustheit des Steckers unter Außenbedingungen und die Integration von Sicherheitssignalisierung (Pilotkontakt, Massepins) machen ihn zuverlässig im europäischen Klima und bei kontinuierlicher öffentlicher Nutzung.

Häufige Probleme im Feld sind thermische Belastung der Kontakte beim Hochleistungsladen; Laderablen können bei wassergekühlt 20 kg oder mehr wiegen und belasten den Verriegelungsmechanismus. Sauberkeit der Verbindung ist wichtig: Mineralablagerungen auf den DC-Pins verschlechtern den Kontaktwiderstand und verursachen Spannungsabfall. Einige Fahrzeuge verfügen über eine mechanische Verriegelung, die verhindert, dass das Fahrzeug mit angeschlossenem Ladekabel weggefahren wird; dies ist eine Sicherheitsfunktion, keine Störung.

Die Bezeichnung spiegelt ihre Geschichte wider: CCS ist eine gemeinsame Initiative europäischer Autohersteller und CharIN (Charging Interface Initiative), während CCS1 das frühere AC/DC-Kombinationssystem bezieht, das in Nordamerika und Japan verwendet wird. CCS2 ist die europäische Variante, standardisiert nach IEC 62196-3. Die Einführung erfolgte schnell, sobald batteriebetriebene Elektrofahrzeuge um 2015 kommerziell rentabel wurden; heute ist sie so verankert, dass alternative Ladestandards in Europa zunehmend auf ältere Fahrzeuge oder Spezialanwendungen beschränkt sind.

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