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Industrieelektronik

CD3

Eine 80-mm-Compact Disc.

CD3: das kleinste standardisierte Compact-Disc-Format

Eine CD3 ist eine Compact Disc mit einem Durchmesser von 80 Millimetern, das kleinste der drei standardisierten CD-Formate. Sie speichert bis zu 210 Megabyte Daten oder etwa 24 Minuten Audio bei 44,1 kHz Abtastrate. Das Format entstand in den 1990er Jahren, als Hersteller einen Mittelweg zwischen der vollständigen 120-mm-CD und spezialisierten Mini-CD-Varianten suchten, denen eine Industriestandardisierung fehlte.

CD3-Laufwerke und Medien blieben außerhalb spezieller Anwendungen relativ selten. Tragbare Audioplayer, Fahrzeugsysteme und Lerngeräte waren gelegentlich mit CD3-Funktion ausgestattet, doch das Format erreichte in der Unterhaltungselektronik nie eine breite Akzeptanz. Der kleinere Platzbedarf bot praktische Vorteile in platzbegrenzter Ausrüstung, aber die Kapazitätsverluste und die Herstellungskomplexität bedeuteten, dass Produzenten die Werkzeuginvestitionen selten rechtfertigten.

Die Disc verwendet dasselbe Polycarbonat-Substrat, die gleiche Datenspirale und die gleiche Laserwellenlänge (780 Nanometer) wie größere CDs, was die Wiedergabe für entsprechend ausgestattete Laufwerke unkompliziert macht. Fehlerkorrektur und Audio-Kodierung folgen identischen Red-Book-Audio-Spezifikationen. Die hauptsächliche konstruktive Herausforderung lag in der Spindelgestaltung, der Spurverfolgungsmechanik und der Firmware zur Bewältigung des kleineren Radius ohne Beeinträchtigung der Lesezuverlässigkeit.

Die CD3-Medienproduktion erforderte spezielle Werkzeugformen und Pressenausrüstung für die kleinere Rohlingsausführung. Dies machte kurze Produktionsserien für die meisten Hersteller unwirtschaftlich. Das Format befand sich in einem ungünstigen Bereich: größer als Disketten, aber kleiner und unbequemer als Standard-CDs, und es kam zu einem Zeitpunkt auf den Markt, als USB-Speicher bereits damit begannen, optische Medien für den mobilen Datentransfer vollständig zu ersetzen.

Heute ist CD3-Ausrüstung in industriellen und privaten Kontexten praktisch obsolet. Erhaltene Laufwerke beschränken sich auf Altsysteme und spezialisierte Archivierungshardware. Das Format zeigt, wie Standardisierungskomitees Varianten genehmigen können, die der Markt letztendlich ablehnt, besonders wenn der Kompromiss zwischen Kapazität und Bauform weder Verbraucher noch Hersteller zufriedenstellt.

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