Hammerkontakt
Englisch: hammer break
Ein Unterbrecher, bei dem der Kontakt durch die Bewegung eines automatisch vibrierenden Hammers zwischen einem Kontaktstück und einem Elektromagneten oder durch ein schnell bewegtes mechanisch angetriebenes Teil unterbrochen wird.
Hammerschalter: der vibrierende Schalter, der den Strom schnell unterbricht
Ein Hammerschalter ist ein elektrischer Unterbrecher, der einen Stromkreis durch schnelle mechanische Bewegung öffnet, indem er elektrische Kontakte trennt. Der Schaltmechanismus besteht aus einem federbelasteten Hammer oder Kontakthebel, der zwischen zwei Positionen vibriert oder oszilliert: einer Position, in der er einen festen Kontaktstift berührt (Stromkreis geschlossen), und einer Position, in der er sich zurückzieht (Stromkreis offen). Diese wiederholte Schließ- und Öffnungsbewegung kann dutzende Male pro Sekunde stattfinden und erzeugt ein charakteristisches Summgeräusch, das Bediener schnell erkennen lernen.
Hammerschalter gibt es in zwei Hauptausführungen. Bei elektromagnetgetriebenen Typen bildet der Hammer selbst den beweglichen Anker eines Elektromagnets. Wenn Strom durch die Spule fließt, zieht die entstehende magnetische Kraft den Hammer zum Pol, wodurch die Kontakte öffnen und der Strom unterbrochen wird. Eine Feder zieht den Hammer dann zurück und schließt die Kontakte erneut, worauf der Zyklus von vorne beginnt. Bei mechanisch angetriebenen Typen bewegt eine externe Kopplung oder eine Nockenscheibe den Hammer mit konstanter Geschwindigkeit hin und her, unabhängig von der elektrischen Last. Mechanisch angetriebene Ausführungen bieten gleichmäßigere Schaltraten und werden weniger durch Spannungsschwankungen beeinflusst.
Einsatzbereiche und Ausfallarten
Hammerschalter wurden historisch in Telegraphenschreibern, frühen Telefonsystemen, Türklingeln und in Industrieschaltkreisen verwendet, wo ein einfacher, zuverlässiger Unterbrecher erforderlich war. Sie kamen auch in Gleichstromversorgungen und Ladeschaltungen zum Einsatz, bevor Halbleiterbauelemente Standard wurden. Die Hauptausfallart ist Kontaktverschleiß und Kraterbildung durch wiederholtes Lichtbogenreißen beim Öffnen und Schließen unter Last. Hohe Lasten erzeugen größere Lichtbögen und beschleunigen den Verschleiß. Das Kontaktmaterial, die Oberflächenbeschaffenheit und Lichtbogenlöschmaßnahmen (durch Kondensatoren oder Widerstände parallel zu den Kontakten) beeinflussen die Lebensdauer. Ein weiterer häufiger Fehler ist der Verlust der Federspannung, der verhindert, dass der Hammer richtig zurückfährt, oder dazu führt, dass er in der offen oder geschlossen Position stecken bleibt.
Der Begriff "Hammerschalter" bezieht sich auf das sichtbar bewegliche Teil: ein hammerförmiges Stück, das einen Kontakt trifft oder unterbricht. Manchmal wird er auch "Vibrationskontakt" oder "Trembler" genannt, wenn die Bewegung schnell und oszillierend statt nur eine einzelne absichtliche Bewegung ist. In älteren Texten, besonders in britischen Quellen, wird allgemein "Make-and-Break" verwendet, um dieselbe Funktion zu beschreiben, aber Hammerschalter ist spezifischer für dieses mechanische Design.
Heute sind Hammerschalter in neuen Geräten weitgehend veraltet und werden durch Relais, Halbleiterschalter und Halbleiterbauelemente ersetzt, die schnellere Schaltung, längere Lebensdauer und keine beweglichen Teile bieten. Sie sind jedoch noch in älteren Industrieanlagen, Vintage-Messinstrumenten und speziellen Gleichstromkreisen mit niedriger Spannung anzutreffen, wo ihre Einfachheit und Robustheit noch geschätzt werden. Das Verständnis ihrer Funktionsweise bleibt für Wartungstechniker bei älteren Maschinen und für Historiker der Elektrotechnik wertvoll.