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Industrieelektronik

Logic Low

Englisch: logic low

In der Binärlogik einer der beiden Pegel, den ein Signal annehmen kann.

Logic Low: Der Signalzustand, der die Binärziffer Null darstellt

Logic Low ist der niedrigere von zwei unterschiedlichen Spannungszuständen, die zur Darstellung von Daten in digitalen Schaltungen verwendet werden. In den meisten modernen Systemen entspricht Logic Low der Binärziffer 0 und liegt typischerweise nahe am Massepotenzial, üblicherweise zwischen 0 und 0,8 Volt bei TTL-Schaltungen (Transistor-Transistor-Logik) oder 0 bis 30 Prozent der Versorgungsspannung bei CMOS-Logik (Complementary Metal-Oxide-Semiconductor). Der genaue Schwellenwert variiert je nach Logik-Familie und Anwendung, aber der grundlegende Zweck bleibt konstant: einen messbaren, wiederholbaren elektrischen Unterschied zu schaffen, den Schaltungen zuverlässig erkennen und darauf reagieren können.

Logic Low existiert in direktem Gegensatz zu Logic High, das die Binärziffer 1 darstellt. Der Spannungsabstand zwischen diesen beiden Zuständen, Rauschsicherheit genannt, bietet den Sicherheitspuffer, der es echten Schaltungen ermöglicht, kleinere Schwankungen, elektromagnetische Störungen und Komponentenabweichungen zu tolerieren, ohne Daten falsch zu interpretieren. Ein digitales System muss zwischen Logic Low und Logic High Millionen oder Milliarden Male pro Sekunde unterscheiden, daher muss dieser Abstand groß genug sein, um Störungen in industriellen Umgebungen, Schaltungsübergangseffekte und das Altern von Halbleitermaterialien zu verkraften.

Praktische Messung und Erkennung

Im Feld messen Techniker Logikzustände mit Oszilloskopen, Logic Analyzern oder einfachen Multimetern. Eine Logic-Low-Anzeige an einem Ausgangspin bestätigt, dass das diese Leitung treibende Schaltungselement entweder im gesättigten Zustand (vollständig leitfähig) ist oder explizit über einen Widerstand zur Masse gezogen wird. Eingangspins erkennen Logic Low, wenn die an sie angelegte Spannung unter dem für diese Logik-Familie angegebenen Schwellenwert liegt, typischerweise um 0,5 Volt bei TTL oder unter ein Drittel der Versorgungsspannung bei CMOS. Schwebende Eingänge (nicht verbunden oder schwach angesteuert) sitzen oft zwischen den beiden Schwellenwerten und verhalten sich unvorhersehbar, weshalb sie eine häufige Quelle von Debugging-Problemen sind.

Der Begriff "Logic Low" selbst ist eher beschreibend als historisch; er identifiziert einfach den niedrigeren Spannungszustand in einem Zwei-Zustands-System. Diese Namenskonvention gilt gleichermaßen für 5-Volt-Systeme, 3,3-Volt-Systeme und sogar niedrigere Versorgungsspannungen in modernen Mikrokontrollern und FPGA-Anwendungen. Solange eine Schaltung zwei unterschiedliche, messbare Spannungsbereiche aufrechterhält, erhält der niedrigere den Namen Logic Low, unabhängig vom tatsächlichen Spannungswert.

In industriellen Steuerungs- und SPS-Anwendungen (speicherprogrammierbare Steuerung) kommt Logic Low typischerweise über geschaltete Sensorsignale, Relaiskontakte oder Open-Drain-Ausgänge an. Ein Sensor, der ein Objekt erkennt, könnte eine Signalleitung kurzzeitig zur Masse schalten und so Logic Low erzeugen. Das Hochziehen einer Leitung erfordert entweder einen internen Pull-Up-Widerstand oder einen aktiven Treiber; eine Leitung einfach ungetrieben sitzen zu lassen, garantiert nicht, dass sie niedrig bleibt. Diese Asymmetrie zwischen aktivem Low und passivem High ist der Grund, warum viele industrielle Systeme aktive-Low-Signalisierung verwenden: Das Herunterziehen zur Masse über einen Schalter oder Transistor ist zuverlässig, während das Hochziehen über einen schwachen Widerstand fehlschlagen kann, wenn die Versorgungsspannung absackt.

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