mobile Geschwindigkeitsbremse
Englisch: mobile speed bump
Ein Fahrzeug, das mit Tempolimit fährt, um nachfolgende Fahrzeuge von Geschwindigkeitsüberschreitungen abzuhalten.
mobiler Tempobremser: ein Fahrzeug, das das Tempolimit durch sein Beispiel durchsetzt
Ein mobiler Tempobremser ist ein Fahrzeug, üblicherweise gesteuert von der Polizei oder einem Verkehrsbeamten, das mit oder knapp unter dem zulässigen Tempolimit auf einer Straße fährt, um den Verkehrsfluss dahinter zu bremsen. Anders als ein feststehender Bodenschweller, der die Geschwindigkeit physisch erzwingt, nutzt diese bewegliche Blockade das einfache Prinzip, dass Fahrer nicht sicher überholen können, ohne gegen das Gesetz zu verstoßen, und schafft damit einen fahrenden Kontrollpunkt.
Das Verfahren erfüllt mehrere Funktionen in der Verkehrsregelung. Auf Autobahnen mit wiederkehrenden Geschwindigkeitsproblemen führt ein gekennzeichnetes Polizeiauto, das exakt das Tempolimit einhält (beispielsweise 100 km/h auf einer Autobahn), dazu, dass nachfolgende Fahrzeuge auffahren und abbremsen, was die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einer Strecke senkt. Diese Methode vermeidet die Kosten und infrastrukturellen Störungen durch den Einbau von Fahrbahnschwellern und kann dort eingesetzt werden, wo dauerhafte Maßnahmen unpraktisch sind, etwa auf Brücken oder in Übergangszonen zwischen verschiedenen Tempolimits.
Die Wirksamkeit hängt von mehreren Faktoren ab. Das Fahrzeug muss deutlich sichtbar sein, idealerweise mit auffälliger Markierung, damit Fahrer erkennen, dass sie einem Tempobremser folgen und nicht von einer Behinderung ausgehen. Das gewählte Tempo ist entscheidend: ist es zu niedrig im Vergleich zum Tempolimit, wird es frustrierend; liegt es genau beim zulässigen Limit, bleibt es legal und wirksam. Auf mehrspurigen Straßen hat ein einzelner mobiler Tempobremser begrenzte Wirkung, da Fahrer einfach die Spur wechseln können. Auf zweispurigen Straßen ohne Überholzonen ist die Wirkung deutlich.
Das Verfahren hat praktische Grenzen. Der Treibstoffverbrauch steigt, wenn ein Fahrzeug konstant mit einem Fahrzeugverbund fährt, statt mit dem Verkehr zu fließen. Ermüdung des Fahrzeugführers ist ein Problem. Bei starkem Stau bietet das Verfahren keinen Vorteil. Einige Jurisdiktionen betrachten es als Verkehrsregelungsmittel; andere beschränken seine Anwendung, da exzessive Auffahrten das Unfallrisiko erhöhen können, wenn Fahrer ungeduldig oder unaufmerksam werden.
Der Begriff spiegelt die Analogie zu einem Bodenschweller wider: beide erzwingen die Einhaltung von Tempolimits, aber das eine tut es passiv, das andere aktiv. Der Name trägt auch eine leichte Ironie, da das Fahrzeug nicht an einer festen Position bleibt. Er erscheint am häufigsten in Diskussionen über Autobahnpolizeitaktiken und wird zunehmend in europäischer Verkehrssicherheitsliteratur verwendet, obwohl die Praxis selbst seit Jahrzehnten informell genutzt wird.