Petite
Englisch: petite
Von kleiner Größe; für kleinwüchsige erwachsene Frauen vorgesehen.
Petite: Konfektionsgröße für kleinere Erwachsene
Petite-Größen in der Bekleidungsherstellung lösen ein einfaches Problem: Standardgrößen werden für eine Modellgröße von 5'9" bis 5'10" entworfen, was kleinere Erwachsene mit überschüssigem Stoff zurücklässt, der angepasst werden muss. Petite-Linien sind typischerweise für Erwachsene unter 5'4" verkleinert und verkürzen Innenbeinlängen, Ärmel, Oberteiltiefen und Taillenhöhe, während die Schulternähte und Armlöcher in der korrekten Position bleiben. Das ist nicht Junior-Größe (die auf Teenager ausgerichtet ist) und auch nicht Eitelkeitsgröße; es spiegelt tatsächliche anthropometrische Unterschiede wider, die die Passform an Schultern, Taille und Saum beeinflussen.
Die Mechanik der Petite-Skalierung unterscheidet sich von einfacher proportionaler Reduktion. Eine Petite-Hosenlänge könnte um 2 bis 3 Zoll kürzer sein als die reguläre Entsprechung, aber Ärmelkugeln und Halsausschnitte skalieren minimal, da die Knochenstruktur an Schultern und Hals nicht im gleichen Tempo schrumpft wie die Beinlänge. Dies erfordert separate Schnittmuster und oft separate Größenlaufen in der Schneiderei. Petite-Kleidungsstücke kosten in der Regel etwas mehr in der Herstellung, da sie separate Werkzeuge und Bestandsverwaltung erfordern.
Markt und Produktionswirklichkeit
Große Einzelhandelsketten führen seit den 1970er Jahren Petite-Linien, wobei das Volumen variiert. Frauen im Alter von 25 bis 65 Jahren stellen den primären Markt dar. Die meisten Petite-Linien verwenden die gleichen Stofflieferanten und grundlegenden Schnittmuster wie reguläre Größen. Ein in Petite angebotener Stil trägt daher eine entsprechende SKU mit einem Zusatz wie "XS-P" oder "6P." Diese Integration in den regulären Produktfluss ist der Grund, warum Petite als Kategorie trotz kleinerer Gesamtnachfrage gegenüber Misses oder Plus-Größen bestehen geblieben ist.
Der Begriff "Petite" selbst stammt aus dem Französischen und kam im frühen 20. Jahrhundert in den Modewortschatz, obwohl sich die Größenkategorie erst nach der Standardisierung nach dem Krieg formalisierte. Es bleibt die branchenübliche Bezeichnung in den meisten englischsprachigen Märkten, obwohl manche europäische Marken andere Schwellwerte verwenden oder die Kategorie ganz weglassen. Ein Kleidungsstück ist nicht petite, weil es klein ist; es ist petite, weil seine Proportionen für kürzere Körpergrößen konstruiert sind, mit allen Abmessungen, die einheitlich angepasst sind.