Player
Englisch: player
Ein elektronisches Gerät zur Wiedergabe von Audio- oder Videomaterial.
Player: die Box, die Daten in Ton oder Bilder umwandelt
Ein Player ist ein elektronisches Gerät, das codierte Audio- oder Videodaten von einem Speichermedium ausliest und in Signale umwandelt, die sich verstärken oder anzeigen lassen. Das Gerät dekodiert komprimierte oder unkomprimierte Mediendateien, synchronisiert Audio- und Videoströme und steuert die Wiedergabefunktionen. Häufig anzutreffen sind CD-Player, DVD-Player, Media-Server und industrielle Videogeräte in Fertigungsumgebungen, Kontrollräumen oder Systemen für öffentliche Informationen.
Die meisten Player enthalten einen Laufwerksmechanismus oder eine Schnittstelle zum Zugriff auf das Quellmedium, einen Decoder-Chip oder Prozessor zur Signaldekompression und Audio- beziehungsweise Videoausgangsstufen. Ein CD-Player nutzt beispielsweise einen Laser zum Auslesen der Vertiefungen auf einer Scheibe, sendet das digitale Signal an einen DAC (Digital-Analog-Wandler) und gibt Audio auf Line-Level aus. Ein DVD-Player ergänzt dies um MPEG-2-Videodekodierung und verwaltet mehrere Audiospuren. In industriellen Anwendungen sind Solid-State-Player mit USB- oder SD-Kartenzugriff bevorzugt, weil sie keine beweglichen Teile haben, die verschleißen oder vibrieren können.
Varianten in der industriellen Anwendung
Vernetzte Media-Player empfangen Datenströme über Ethernet, was sich für synchrone Wiedergabe über mehrere Displays oder für Notfallmitteilungssysteme eignet. Industrielle Player sind üblicherweise gehärtet mit erweiterten Temperaturbereichen, oft spezifiziert für 0 °C bis 50 °C oder größer, und für Dauerbetrieb ausgelegt, nicht für gelegentliche Heimnutzung. Einige Player bieten Schleifenfunktion, Wiedergabelisten-Programmierung und GPIO-Trigger zur externen Ereignissteuerung. Medizinische und Sicherheitsanwendungen erfordern manchmal Player mit zertifizierter Konformität zu Broadcast-Standards oder Verschlüsselungsprotokollen.
Ausfallmuster unterscheiden sich je nach Medium und Konstruktion. Mechanische Laufwerke leiden unter Kopfabstürzen, Verschleiß in Spindellagern und Laserkraftverlust. Solid-State-Player sind zuverlässiger, können aber unter Firmware-Fehlern im Controller, Codec-Inkompatibilität oder Ermüdung von HDMI- und USB-Steckern leiden. Die Ausgangssignalqualität hängt von Taktststabilität und analoger Schaltungsgüte ab; Jitter in den Takttaktschaltungen führt zu Rauschen und Verzerrung, besonders spürbar bei Audio-Playern, die mit hochauflösenden Systemen verbunden sind.
Der Begriff "Player" ist absichtlich medienübergreifend neutral, weil das funktionale Prinzip gleich bleibt: dekodieren, zeitlich verschieben und wiedergeben. Das Wort impliziert passive Funktion, anders als "Recorder" oder "Editor", und grenzt Unterhaltungsgeräte für Verbraucher von professionellen Werkzeugen zur Inhaltserstellung und Bearbeitung ab, wie sie in Produktion und Rundfunk eingesetzt werden.