Rückstellfeder
Englisch: return spring
Die Feder, die eine Türklinke oder einen Knauf nach dem Drehen in seine Ausgangsposition zurückbringt.
Rückstellfeder: die Kraft, die alles zurückbringt
Eine Rückstellfeder ist eine Schrauben- oder Blattfeder, die in oder hinter einem drehbaren Bauteil eingebaut ist, meist in einem Türgriff, Knopf, Hebel oder Pedal. Sie stellt das Bauteil nach dem Loslassen wieder in die Neutral- oder Ruheposition zurück. Die Feder speichert beim Auslenken mechanische Energie und wandelt diese Energie wieder in Bewegung um, wobei sie das Bauteil ohne zweite Benutzereinwirkung zurück zur Mitte zieht oder drückt.
In einer typischen Türgriffsanordnung sitzt die Rückstellfeder aufgewickelt um die Spindel oder auf dem internen Mechanismus. Wenn man den Griff ergreift und dreht, wird die Feder komprimiert oder verdreht; beim Loslassen wickelt sie sich ab und bringt den Griff in die senkrechte Ausgangsposition zurück. Das gleiche Prinzip gilt für Fahrzeugpedale, Industriehebel und Maschinensteuerungen. Ohne Rückstellfeder würden Türen in der Position bleiben, wo man sie loslässt, und Pedale würden gedrückt bleiben, bis man sie manuell zurückstellt, was Sicherheitsrisiken und Bedienungsprobleme schafft.
Federwerkstoff und Kraftkennlinien
Rückstellfedern bestehen typischerweise aus Edelstahl (für Korrosionsbeständigkeit bei Außentüren) oder Baustahl (für innere Mechanismen). Die Federrate, gemessen in Pfund pro Zoll oder Newton pro Millimeter, muss auf die Masse des Bauteils und die erwartete Nutzungshäufigkeit abgestimmt sein. Ein Wohnungstürgriff könnte nur 0,5 bis 2 Pfund Rückstellkraft benötigen, während ein Industriesteuerhebel 5 bis 15 Pfund erfordern könnte. Zu schwache Federn stellen nicht zuverlässig zurück; zu starke Federn ermüden die Hand des Benutzers und beschleunigen den Verschleiß des Griffdrehpunkts.
Rückstellfedern verschleißen durch Ermüdungszyklen. Eine typische Feder kann Millionen Male zyklieren, bevor das Metall anfängt, seine elastische Erinnerung zu verlieren, was dazu führt, dass das Bauteil nur noch teilweise oder langsam zurückgeht. Salzsprühnebel, Temperaturextreme und mechanische Beeinträchtigungen beschleunigen den Ausfall. In stark frequentierten Bereichen ersetzen Gebäudemanager Rückstellfedern an Eingangstüren alle 3 bis 7 Jahre zur vorbeugenden Instandhaltung.
Der Begriff 'Rückstellfeder' unterscheidet dieses Bauteil von Druckfedern, Zugfedern und Drehfedern, die an anderer Stelle in Maschinen verwendet werden. In der Terminologie beschreibt er die Funktion statt der Form: Jede Feder, die etwas nach Gebrauch in die Ausgangsposition zurückbringt, ist eine Rückstellfeder, ob Schraube, Blatt oder konstante Kraft auf eine Spule gewickelt.