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Transport und Logistik

Zweispurig

Englisch: two-way

Von einer Straße, die Verkehr in zwei Richtungen zulässt.

Zweirichtungsstraße: eine Straße, auf der der Verkehr in entgegengesetzten Richtungen fließt

Eine Zweirichtungsstraße führt Verkehr in entgegengesetzten Richtungen auf derselben Fahrbahn oder auf benachbarten Spuren, ohne dass eine physische Barriere die Verkehrsströme trennt. Dies ist die Standardanordnung auf den meisten Land- und Stadtstraßen, wo Fahrzeuge in Nord-Süd- oder Ost-West-Richtung die gleiche Oberfläche nutzen. Die Unterscheidung ist wichtig, weil eine Zweirichtungsstraße anderes Verhalten, andere Beschilderung und andere Sicherheitsinfrastruktur erfordert als eine Einbahnstraße oder eine geteilte Autobahn.

Zweirichtungsstraßen werden durch aufgemalte Mittellinien statt durch Bordsteine, Barrieren oder Mittelbereiche geteilt. Eine einfache gelbe Linie (oder in einigen Gerichtsbarkeiten eine weiße Linie) markiert den Rand des Fahrtbereichs jeder Richtung. Wo Überholen erlaubt ist, überqueren Fahrer diese Linie zum Überholen; wo Überholen verboten ist, warnt eine durchgezogene oder doppelte Linie sie zurück. Die Breite der Fahrbahn, die Sichthöhe nach vorne und das Tempolimit spiegeln alle die Risiken von Kopfzusammenstoßen wider, die dem Zweirichtungsverkehr innewohnen.

Eine Zweirichtungsstraße mit einer Spur in jeder Richtung ist die Grundform. Bei höherem Verkehrsaufkommen kann eine Zweirichtungsstraße zwei oder mehr Spuren pro Richtung haben, wobei eine aufgemalte oder gestrichelte Linie die entgegengesetzten Verkehrsströme trennt. Manche Straßen haben eine mittlere Linksabbiegerspur; Fahrzeuge aus beide Richtungen können sie nutzen, um vor Abbiegen anzufahren, ohne den Durchgangsverkehr zu blockieren. Die eigentliche Gefahr auf Zweirichtungsstraßen sind Querverkehrsunfälle, besonders wenn ein Fahrer die Geschwindigkeit des Gegenverkehrs falsch einschätzt oder über die Mittellinie driftet. Landstraßen mit hohen Geschwindigkeiten und schlechter Sichtbarkeit sind statistisch gefährlicher als Stadtstraßen mit niedrigeren Geschwindigkeiten und engeren Kreuzungen.

Zweirichtungsstraßen bleiben der dominierende Straßentyp in Wohnvierteln und auf Nebenstrecken, weil sie billiger zu bauen und zu unterhalten sind als geteilte Straßen. Verkehrsingenieure wandeln jedoch oft stark befahrene Zweirichtungsstraßen in Einbahnstraßen oder Dreisp­ur-Anordnungen um (zwei Durchfahrtsspuren in Spitzenlastrichtung, eine in der anderen) während der Spitzenlastzeiten, oder fügen Mittelbereiche hinzu, um separate Fahrbahnen in jede Richtung zu schaffen, wenn Sicherheit oder Verkehrsaufkommen es erfordern.

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