Crimp: von der Frisur zur elektrischen Verbindung
Im alltäglichen Sprachgebrauch ist ein Crimp eine Welle oder Locke; in der Elektrotechnik ist es eine dauerhafte mechanische Verbindung, die durch Kompression von Metall entsteht.
Für die meisten Menschen ist ein crimp eine leichte Welle oder Locke im Haar, Stoff oder Papier. Das Wort stammt aus dem Mittelniederländischen crimpen, was zusammenziehen oder komprimieren bedeutet. Diese alltägliche Bedeutung ist immer noch vorherrschend: man crimpt sein Haar mit heißen Zangen oder crimpt Pastetenkanten mit einer Gabel zum Verschließen.
In der Elektrotechnik ist Crimpen der Prozess, einen Draht durch Verformung von Metall an einem Stecker-Kontakt zu befestigen. Ein Crimpwerkzeug komprimiert den Kontakt (normalerweise aus Kupfer oder verzinntem Kupfer) um den isolierten oder blanken Draht herum, bis beide Teile in eine durchgehende, elektrisch leitfähige Verbindung gepresst sind. Das Werkzeug hat typischerweise einen kalibrierten Griff und austauschbare Matrizen, die für bestimmte Drahtquerschnitte und Kontaktgrößen abgestimmt sind. Nach dem Crimpen kann die Verbindung nicht leicht wieder gelöst werden, ohne den Kontakt oder Draht zu beschädigen.
Die Verbindung ist stärker und zuverlässiger als das bloße Verdrehen von Drähten oder Löten, besonders bei Anwendungen mit Vibration, Temperaturwechseln oder Feuchtigkeit. Gecrimptere Verbindungen an Fahrzeug-Leitungsbäumen, Stromverteilertafeln und Telekommunikationskabeln müssen Normen wie ANSI/UL oder IEC-Spezifikationen erfüllen. Die Crimptiefe, Quetschkraft und der resultierende Kontaktwiderstand sind alle messbar und müssen streng definierte Toleranzen einhalten.
Installateur- und Klimatechnik-Betriebe crimpen auch, aber auf andere Weise. Sie verwenden Kupfer- oder Aluminium-Dichtungsringe und Schlauchklemmen zum Verbinden von Metallrohren und Schläuchen; der Mechanismus ist Kompression statt der bei elektrischen Crimpern üblichen Methode, das Terminal um den Draht zu deformieren. In beiden Gewerken geht es um die gleiche Idee: man presst Metall nach innen, bis es die Teile greift und verbindet, anstatt zu löten oder mechanische Befestigungsmittel zu verwenden.
Warum ist das Wort von Haaren auf Metall übergegangen? Die physikalische Aktion ist die gleiche: man wendet Druck auf einen kleinen Bereich an und erzeugt damit eine dauerhafte Formveränderung. Ein Crimpwerkzeug tut einem Kontakt das, was heiße Zangen dem Haar antun, nur dass das Ergebnis irreversibel ist und unter elektrischer und mechanischer Last hält. Die Analogie machte den Fachbegriff einprägsam und leicht zu vermitteln.
The dictionary entry
crimp
(verb, electrical engineering)
To fasten by bending metal so that it squeezes around the parts to be fastened.