Getter: vom Beschaffer zum Bergmann an der Kohleflöz
Ein getter ist für die meisten Menschen jemand, der etwas beschafft oder erhält. Im Kohlebergbau bedeutete es den Bergmann, der die Kohle abbaubau, eine Rolle so spezifisch, dass sie einen eigenen Namen brauchte.
Für die meisten Menschen ist ein getter einfach jemand, der Dinge beschafft oder erhält. Ein Immobilienmakler ist ein getter von Häusern. Ein Forscher ist ein getter von Daten. Das Wort ist allgemein und wird breit auf jeden angewendet, der in der Position ist, etwas Wertvolles zu beschaffen oder zu sichern.
Im Kohlebergbau war ein getter jedoch etwas viel Präziseres: der Bergmann, der die Kohle tatsächlich aus der Flöz abbaute und förderte. Das war qualifizierte Untertagarbeit. Der getter würde eine Spitzhacke, eine Schaufel und später pneumatische Werkzeuge verwenden, um die Kohleflöz zu brechen und den Brennstoff zu lockern. Die Rolle war so zentral für den Grubenbetrieb, dass sie sich von jeder anderen Arbeit in der Mine unterscheiden musste.
Der Gegenpol war der putter. Während der getter an der Kohleflöz arbeitete, war der putter dafür verantwortlich, die gewonnene Kohle zur Oberfläche oder zur Grubensohle zur Entnahme zu befördern. Diese Arbeitsteilung war wesentlich für die Effizienz des Bergbaus. Eine Person spezialisierte sich auf die Förderung, eine andere auf den Transport. Beide waren unverzichtbar, aber ihre Arbeiten unterschieden sich genug, um separate Namen zu rechtfertigen.
Die Wörter entstanden aus der Logik der Grube selbst. In einer Zeit vor umfassenden Berufsbezeichnungen benannten Bergleute Rollen danach, was sie taten: der getter holte die Kohle aus der Erde; der putter brachte sie woanders hin. Diese Begriffe waren in britischen Kohlegruben mindestens seit dem 19. Jahrhundert verbreitet und hielten sich bis ins 20. Jahrhundert, auch als der Bergbau modernisiert und mechanisiert wurde.
Das allgemeine Wort getter, das jemanden bedeutet, der etwas beschafft oder erhält, leitet sich wahrscheinlich von der gleichen altnordischen Wurzel ab wie das Verb "get", das "beschaffen" bedeutet. Aber im Bergbau verdichtete sich der Begriff zu etwas Engerem und Technischerem: nicht einfach jemand, der Kohle beschafft, sondern der spezifische Untertagarbeiter, dessen Hauptaufgabe die Förderung aus der Flöz war. Sobald sich die Bergbaukultur von dieser exakten Arbeitsteilung entfernte, verblasste das Wort größtenteils und ließ nur seine allgemeine Bedeutung zurück.
The dictionary entry
getter
(noun, mining and extraction)
A miner who dug coal, contrasted with the putter, who took it to the surface.