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Crossovers

Motif: Flächenmuster versus aufgenähter Schmuck

Im Design ist ein Motif ein sich wiederholendes Element. In der Textilverarbeitung ist es dagegen ein fertiges Zierband, das man nachträglich aufnäht.

Für die meisten Menschen ist ein Motif einfach ein wiederkehrendes Gestaltungselement: ein Blumenmuster in der Tapete, eine geometrische Form, die in einem Logo immer wieder auftaucht, ein visuelles Thema, das eine Komposition zusammenbindet. Das Wort kommt aus dem Französischen, wo es Motiv oder Grund bedeutet, und in der Kunst bezeichnet es jede kleine Designeinheit, die sich in einem größeren Werk wiederholt oder widerspiegelt.

In der Textilproduktion hat Motif eine engere und konkretere Bedeutung. Es ist ein fertig zugeschnittenes dekoratives Applikationsteil aus Spitze, Samt, Seide oder anderen Stoffen, das man später auf ein Kleidungsstück oder einen Stoff aufnäht oder aufklebt. Anders als ein bedrucktes oder gewebtes Muster, das integral zum Stoff gehört, ist ein Motif eine separate Komponente, die nach Fertigstellung des Basismaterials angebracht wird. Ein Designer kann beispielsweise Chantilly-Spitze-Motifs in regelmäßigen Abständen am Halsausschnitt eines Kleides anbringen lassen, oder Samt-Motifs in einer bestimmten Anordnung auf Kragen oder Saum platzieren.

Der Vorteil der Applikationsmethode liegt in der Flexibilität und dem Textilkontrast. Ein Motif kann aus einem teuren oder empfindlichen Material bestehen, das sich unpraktisch über ein ganzes Kleidungsstück weben oder drucken ließe. Es lässt sich präzise positionieren, bei Beschädigungen entfernen oder vollständig austauschen, ohne den Grundstoff zu beeinträchtigen. Daher verlassen sich Brautkleider und edle Textilien oft auf die Motif-Verzierung statt auf Flächenmuster.

Die Unterscheidung zwischen beiden Bedeutungen zeigt den Unterschied zwischen Designabsicht und Produktionsmethode. Der Designbegriff beschreibt die visuelle Wiederholung und den kompositorischen Rhythmus auf einer Oberfläche. Der Textilbegriff beschreibt dagegen eine konkrete Produktionsentscheidung: die Verwendung von zugeschnittenen und aufgebrachten Stoffstücken als Dekoration. Beide befassen sich mit Wiederholung und Ornament, aber einer beschreibt das Konzept, der andere beschreibt das Objekt und den Prozess, es anzubringen.

The dictionary entry

motif (noun, textile production)
A decorative appliqué design or figure, as of lace or velvet, used in trimming.

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