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Crossovers

Router: Holzschnitt versus Schaltungsverdrahtung

Ein Router eines Holzarbeiters fräst Nuten; ein Router eines Elektronikdesigners berechnet unsichtbare Verbindungswege zwischen Bauteilen.

Für die meisten Menschen ist ein Router ein tragbares oder auf einem Tisch montiertes Werkzeug für Holzarbeiten, das mit rotierendem Fräser Nuten, Kanten und dekorative Profile in Holz schneidet. Es ist eine der grundlegenden Maschinen in jeder Schreinerei. Das Wort selbst stammt vom Verb "to rout", das bedeutet, etwas auszuhöhlen oder danach zu suchen.

Im Bereich der Schaltkreis- und Leiterplattenentwicklung ist ein Router etwas ganz anderes: Es ist ein Algorithmus, keine Maschine. Nachdem ein Designer alle aktiven Bauteile (Transistoren, Widerstände, Kondensatoren) auf einem Leiterplattenlayout platziert hat, berechnet der Router automatisch die Wege für alle Leiterbahnen, die diese miteinander verbinden müssen. Der Router muss sich an strikte Entwurfsregeln halten: Mindestbreite der Leiterbahnen, Mindestabstand zwischen den Leiterbahnen zur Vermeidung von Übersprecheffekten, Ebenen-Zuordnung und Durchkontaktierung (kleine Löcher, die Signale zwischen den Schichten einer mehrschichtigen Platine ermöglichen). Ein guter Router findet eine Lösung, die alle diese Anforderungen innerhalb der physischen Grenzen der Platine erfüllt.

Das moderne Schaltkreisdesign stützt sich auf Autorouter, die diese Aufgabe ohne menschliches Eingreifen durchführen. Der Designer legt die Regeln fest, positioniert die Bauteile, und der Autorouter füllt die gesamte Verdrahtung aus. Auf diese Weise können dichte Chips mit vielen Anschlüssen physisch realisiert werden; würde ein Mensch jeden einzelnen Verbindungsweg von Hand nachziehen, würde das Monate dauern. Frühe Leiterplatten wurden von Hand verlegt, und komplexe Entwürfe wurden teilautomatisch verlegt, wobei der Designer den Algorithmus lenkte.

Die beiden Werkzeuge haben eine gemeinsame Wurzel in der Metapher: Beide fräsen oder schneiden einen Weg durch Material. Ein Holz-Router fräst Luft aus dem Holz weg, um einen Kanal zu schaffen. Ein Leiterplatten-Router berechnet einen Weg durch den verfügbaren Platz auf einer Platine und vermeidet Hindernisse, während er sich an Regeln hält, und hinterlässt einen leitfähigen Kanal. Beide werden nach dem Routing benannt, der Suche nach einem Weg hindurch.

Die industrielle Elektronikbedeutung entstand in den 1970er und 1980er Jahren, als Leiterplatten zu komplex für manuelle Layouts wurden. Der Begriff Router wurde aus der allgemeinen Ingenieursprache übernommen (wo ein Router alles ist, das Strömungen von einem Punkt zu einem anderen lenkt) und auf die Software angewendet, die die automatische Leiterbahnplatzierung durchführt. Es gibt keine etymologische Verbindung zum Holzbearbeitungswerkzeug, obwohl die metaphorische Übereinstimmung für jeden offensichtlich ist, der beide Bereiche versteht.

The dictionary entry

router (noun, industrial electronics)
In integrated circuit or printed circuit board design, an algorithm for adding all wires needed to properly connect all of the placed components while obeying all design rules.

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