SpracheEnglishDeutsch
Kfz-Technik

Niedergang

Englisch: bottom-end

adjectiveKfz-Technik

Bezug nehmend auf die niederen Gänge bei einem Schaltgetriebe, besonders bei Kraftfahrzeugen.

Bottom-End: niedrige Gänge, in denen der Motor Drehmoment entwickelt

Das Bottom-End eines Getriebes ist der Bereich mit den niedrigsten Übersetzungsverhältnissen, üblicherweise der erste und zweite Gang bei einem Schaltgetriebe. Diese Gänge vervielfachen das Motordrehmoment erheblich und ermöglichen es einem Fahrzeug, aus dem Stillstand zu beschleunigen oder steile Steigungen zu bewältigen, obwohl der Motor bei niedrigen Drehzahlen nur eine bescheidene Leistung erbringt. Bei einem typischen Vierganggetriebe könnte der erste Gang ein Verhältnis von 3,5:1 bieten, während der vierte Gang 0,9:1 oder niedriger liegt.

Die Bottom-End-Leistung ist am wichtigsten, wenn ein Fahrzeug vollbeladen ist oder eine Steigung hochfährt. Ein Lastwagen in hügeligem Gelände, ein Traktor mit Anhänger oder ein Lieferwagen mit Maximallast sind alle auf eine starke Bottom-End-Leistungsabgabe angewiesen. Wenn ein Motor wenig Drehmoment hat oder wenn die Getriebeübersetzungen zu lang sind, wird das Fahrzeug Schwierigkeiten haben, aus dem Stillstand zu fahren, oder es wird mit gefährlich niedrigen Geschwindigkeiten und hohen Motortemperaturen Steigungen hochfahren.

Der Begriff Bottom-End taucht auch in der Motorarchitektur auf, wo er die Kurbelwelle, Pleuelstangen und Lagerflächen unterhalb der Brennräume beschreibt. In diesem Zusammenhang sprechen Motorenbauer von Bottom-End-Haltbarkeit und meinen damit, wie gut diese Bauteile unter Last hohe Kräfte aushalten. Racing-Motoren erhalten häufig verstärkte Bottom-End-Komponenten: schwerere Kurbelwellen, verstärkte Pleuelbolzen, verbesserte Lager, um den Hochlastbetrieb zu überstehen, dem Straßenmotoren nie ausgesetzt sind.

In der Fahrzeugentwicklung und im Marketing wird Bottom-End-Ansprechverhalten geschätzt. Fahrer spüren es in der ersten Sekunde der Beschleunigung, wenn ein Schalten nicht nötig ist. Ein Dieselmotor mit maximaler Drehmomententfaltung ab 1400 U/min hat ein hervorragendes Bottom-End-Gefühl; ein Benzinmotor, der erst ab 4000 U/min nutzbares Drehmoment liefert, fühlt sich träge beim Anfahren an. Moderne turboaufgeladene und natürlich gesaugte Motoren werden umfangreich optimiert, um den Durchzug bei niedrigen Drehzahlen zu verbessern, ohne dabei Effizienz oder Emissionseinhaltung zu beeinträchtigen.

Probleme entstehen, wenn Bottom-End-Leistung und Getriebeabstufung nicht zur beabsichtigten Einsatzart des Fahrzeugs passen. Übersetzte Fahrzeuge (mit Übersetzungen, die zu lang für Last und Gelände sind) rutschen mit der Kupplung durch oder fahren mit niedrigen Geschwindigkeiten schwer. Untersetzte Fahrzeuge hingegen erreichen ihre maximale Motordrehzahl, bevor sie im nächsten Gang die richtige Betriebsdrehzahl erreichen, was zu Kraftstoffverschwendung und Lücken in der Leistungsabgabe führt.

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