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Kfz-Technik

Handbremsen-Drehung

Englisch: handbrake turn

Ein Fahrmanöver, bei dem der Fahrer das Fahrzeug zu drehen beginnt und dann die Handbremse betätigt, um die Haftung der hinteren Reifen zu verlieren und das Heck rutschen zu lassen.

Handbremswendung: kontrolliertes Driften für schnelle Richtungswechsel

Eine Handbremswendung ist ein Fahrmanöver, bei dem der Fahrer eine scharfe Kurve einleitet und gleichzeitig die Handbremse (Feststellbremse) betätigt, um die Bodenhaftung an der Hinterachse zu unterbrechen. Die Hinterreifen blockieren oder rutschen, wodurch das Heck des Fahrzeugs in Kurvenrichtung ausbricht und das Fahrgestell schärfer dreht, als es allein durch Lenkeinschlag möglich wäre. Das Manöver wird abgeschlossen, indem die Handbremse gelöst und Gas gegeben wird, sobald die gewünschte Fahrtrichtung erreicht ist.

Diese Technik funktioniert, weil die Handbremse nur auf die Hinterräder wirkt, typischerweise über eine mechanische Seilzugverbindung zu Trommel- oder Scheibenbremsen. Wird sie während der Fahrt und einer Kurve kräftig betätigt, entsteht ein plötzlicher, asymmetrischer Griffverlust: das Heck rutscht, während die Vorderachse noch Lenkwirkung hat. Das Ergebnis ist eine größere Richtungsänderung auf kürzerer Strecke als beim konventionellen Lenken. Fahrzeuggewicht, Reifenhaftung, Geschwindigkeit und Bremsenkraft bestimmen, wie aggressiv das Driften ausfällt.

Bedingungen und Einflussfaktoren

Handbremswendungen sind auf Flächen mit mittlerer Reibung am wirksamsten: lockerer Kies, feuchter Asphalt oder Schnee. Auf nasser Fahrbahn und Flächen mit geringer Bodenhaftung wird das Manöver unberechenbar; auf trockenem Asphalt mit hoher Reibung kann das Fahrzeug nicht genug rutschen, um sich effektiv zu drehen. Die Geschwindigkeit ist entscheidend. Zu langsam und das Fahrzeug hat nicht genug Schwung, um die Bodenhaftung zu überwinden; zu schnell und das Driften wird unkontrollierbar. Die meisten Handbremswendungen werden bei Geschwindigkeiten zwischen 20 und 50 km/h ausgeführt, je nach Untergrund und Fahrzeugsetup.

Moderne Fahrzeuge mit elektronischem Stabilitätsprogramm (ESP) und ABS-Systemen wirken Handbremswendungen aktiv entgegen, indem sie automatisch den Bremsendruck und das Motordrehmoment modulieren, um ein Blockieren der Hinterräder zu verhindern. Einige Fahrzeuge ermöglichen das Deaktivieren des ESP für kontrollierte Fahrübungen, aber im normalen Straßenverkehr überschreiben oder verhindern diese Systeme das Manöver vollständig. Ältere Fahrzeuge mit mechanischen Bremsen und ohne elektronische Eingriffe lassen sich mit der Technik viel leichter bewegen.

Handbremswendungen haben im legalen Straßenverkehr kaum praktischen Nutzen. Sie kommen bei Stuntfahrten, Motorsporttraining und Fahrzeugreparaturen vor, wo ein schneller Richtungswechsel auf engem Raum erforderlich ist. Der Begriff wird umgangssprachlich manchmal für jeden driftbasierten Richtungswechsel verwendet, aber die genaue Definition erfordert die bewusste Handbremsbetätigung als primäre Kontrolleingabe.

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