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Fertigung

Untergärung

Englisch: bottom fermentation

Langsamer alkoholischer Gärungsprozess bei niedriger Temperatur, bei dem die Hefe auf den Boden der Flüssigkeit sinkt; verwendet beim Brauen von Lagerbiersorten.

Gärung von unten: kühle Hefe, die sich absetzt und langsam arbeitet

Die Gärung von unten ist ein Brauprozess, bei dem Hefezellen Zucker allmählich in Alkohol und Kohlendioxid umwandeln, bei Temperaturen zwischen 7 und 15 Grad Celsius, wobei sich die Hefe schließlich als Sediment auf dem Boden des Gärbehälters absetzt. Dies steht in starkem Kontrast zur Gärung von oben, bei der höhere Temperaturen (15 bis 24 Grad Celsius) die Hefe in Suspension halten und oben schwimmen lassen. Der Unterschied ist nicht nur eine Frage der Temperatur: Die Hefestämme selbst sind genetisch verschieden, wobei Untergärhefestämme (typischerweise Saccharomyces pastorianus) größere Kältetoleranz und anderes Flockungsverhalten zeigen als ihre Oberfraumitbruder.

Der Prozess dauert typischerweise 2 bis 3 Wochen oder länger und ist damit wesentlich langsamer als die Gärung von oben. Während dieser längeren Zeit arbeitet die Hefe methodisch und erzeugt weniger Ester und andere Geschmacksstoffe, die bei schneller Gärung entstehen. Die kühlen Bedingungen unterdrücken die Bildung von fruchtigen, würzigen oder phenolischen Noten, die für Ales charakteristisch sind, und führen zum sauberen, knackigen, lagerhaften Charakter, der in Pilsnern, Dunkel-Lagern und hellen Lagern geschätzt wird. Das langsame Tempo ermöglicht auch eine vollständigere Gärung, das heißt weniger Restzucker bleibt im fertigen Bier.

Praktische Herausforderungen und Kontrolle

Brauereien, die Untergärung einsetzen, müssen während der gesamten Gärung eine strikte Temperaturkontrolle aufrechterhalten. Temperaturschwankungen von nur wenigen Grad können die Hefe belasten und zu steckengebliebenen Gärungen oder Fehlaromen führen. Historisch beschränkte diese Anforderung die Lagerbierproduktion auf Brauereien in kühlen Klimazonen oder solche mit tiefen Lagerkellern; heute ermöglichen Glykolmantelbehälter und Kühlsysteme die Lagerproduktion überall. Die Hefe setzt sich allmählich über mehrere Tage ab, und Brauer müssen entscheiden, wann das Sediment vom Boden geerntet werden soll, das bei ordnungsgemäßer Kühllagerung für nachfolgende Chargen wiederverwendet werden kann.

Der Begriff Gärung von unten leitet sich direkt von beobachtbarem Verhalten ab: Die Hefe sinkt sichtbar auf den Boden des Behälters, während sie metabolisch weniger aktiv wird und flockiert. Diese Sichtbarkeit machte es zu einem offensichtlichen Unterscheidungsmerkmal in älteren Brauanleitungen. Die Hefe selbst kann geerntet und erneut angestellt werden, was sie zu einer wertvollen Ressource macht, allerdings ist Untergärhefe schwieriger zu handhaben und zu lagern als Obergärhefe, weil sie bei Kältebedingungen sedimentiert und anfällig für Temperaturschwankungen ist.

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