Befestigungstechnik
Englisch: bracketry
Die Befestigungshardware zum Halten eines Teils an einem anderen, bestehend üblicherweise aus gestanzten Metallstücken, die die eigentliche Halterung bilden, sowie Bolzen, Muttern, Gummi und weiteres zur Vervollständigung der Befestigung.
Befestigungsteile: die Montagehardware, die Baugruppen an ihrem Platz hält
Befestigungsteile sind der Sammelbegriff für alle Montagehardware, die in einer Fahrzeugbaugruppe ein Bauteil an einem anderen befestigt. Sie bestehen typischerweise aus gestanzten oder geformten Stahlbügeln (das lasttragende Hauptelement) sowie Befestigungselementen, Unterlegscheiben, Gummilagern und manchmal Distanzscheiben, die für die vollständige Befestigung erforderlich sind. Eine einzelne Befestigungsbaugruppe kann den Bügel selbst, Bolzen, Sicherungsscheiben, Gummibuchsen und Unterlagsscheiben enthalten, die zusammenwirken, um ein Teil wie einen Stromerzeuger, Verdichter oder Fahrwerkskomponente in seiner richtigen Position zu halten.
Der Bügel selbst wird üblicherweise aus Feinblech oder Aluminiumblech gestanzt, zwischen 1,5 und 3 Millimetern dick, je nach Anforderung der Belastung. Das Stanzen ermöglicht es Herstellern, komplexe Formen mit Montagelöchern, Schlitzen zur Justierung und Versteifungsrippen in einem Arbeitsgang zu erzeugen. Dickere Bügel werden dort verwendet, wo Vibrations- oder Stoßlasten erheblich sind, beispielsweise bei Motornebenantriebslagern; dünnere, leichtere Bügel funktionieren bei Innenausstattung oder niedrigen Belastungen.
Gummiisolierung in Befestigungsteilen
Gummibuchsen und Isolierungselemente sind kritische Komponenten in den meisten Befestigungssystemen. Diese absorbieren Vibrationen des befestigten Bauteils, verhindern Geräuschübertragung in die Fahrzeugstruktur und verlängern die Lebensdauer sowohl des Bügels als auch des gehaltenen Teils. Motornebenantriebsbügel enthalten fast immer elastomere Buchsen in den Befestigungslöchern; Fahrwerksbügel nutzen oft größere Buchsen zur Isolierung mehrerer Bewegungsachsen. Die Haltbarkeit von Befestigungsteilen hängt stark davon ab, ob diese Isolierungselemente für den Belastungsfall und die Umgebungstemperatur geeignet sind.
Konstruktion und Werkstoffe bei Befestigungsteilen spiegeln Kosten- und Haltbarkeitskompromisse wider. Feinstahlbügel sind billig und fest, aber anfällig für Korrosion; lackierte oder verzinkte Oberflächen sind Standard. Aluminiumbügel sparen Gewicht, erfordern aber möglicherweise Eloxieren oder Chrom-Konversionsschichten, was die Kosten erhöht. Edelstahl erscheint in einigen Unterbodenbereich- und Motorraum-Anwendungen, wo Salzsprüh-Belastung hoch ist. Befestigungselemente müssen dazu passen: Edelstahlbefestiger mit Edelstahlbügeln und veredelter Befestiger mit Stahl, um Kontaktkorrosion zu verhindern.
Probleme mit Befestigungsteilen entstehen im Betrieb hauptsächlich durch Korrosion, Lockerung von Befestigungselementen durch Vibration und Risse an Kerbstellen. Der Ausfall verläuft oft schrittweise: ein verrosteter Bolzen verklemmt, ein Isolierungselement verhärtet und verliert Dämpfung, ein Bügel entwickelt einen Ermüdungsriss. Wenn ein Bügel ausfällt, kann sich das befestigte Bauteil verschieben, klappern oder vollständig ablösen. Deshalb sind richtige Drehmomentangaben, Verwendung von Sicherungsscheiben oder Gewindesicherungsmitteln und Auswahl des richtigen Isolierungsmaterials bei der Befestigungsteile-Konstruktion entscheidend.