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Maschinenbau

Bremsfading

Englisch: brake fade

Teilweiser oder völliger Verlust der Bremsleistung bei verlängerter oder wiederholter starker Bremsung eines schweren Fahrzeugs, verursacht durch die Wärmewirkung auf die Bremsanlage.

Bremsenfading: wenn Hitze deine Bremsleistung zerstört

Bremsenfading ist der vorübergehende oder dauerhafte Verlust der Bremsenwirkung, der auftritt, wenn Bresenkomponenten während wiederholter oder lang anhaltender starker Bremsungen hohe Temperaturen erreichen. Das Phänomen wird durch thermischen Abbau des Reibmaterials und Veränderungen der Bremsflüssigkeit selbst verursacht, die beide den Reibkoeffizienten zwischen Belag und Scheibe bzw. Backen und Trommel verringern. Bei schweren Fahrzeugen, Lastwagen und Bussen, die lange Gefälle hinunterfahren oder wiederholte Notbremsungen durchführen, stellt Bremsenfading eine echte Sicherheitsgefahr dar, weil der Fahrer mit dem Pedal rechnet, ohne dass die erwartete Verzögerung eintritt.

Zwei unterschiedliche Mechanismen führen zu Fading. Belagfading tritt auf, wenn die Temperatur des Reibmaterials das Stabilitätsfenster des Materials überschreitet, typischerweise um 300 bis 400 Grad Celsius je nach Mischung. Das Harzbindemittel beginnt zu zersetzten, organische Fasern verkohlen, und die Oberfläche entwickelt eine glasierte Schicht, die weniger Grip bietet. Flüssigkeitsfading tritt auf, wenn die Temperatur der Bremsflüssigkeit über deren Siedepunkt steigt; Dampfblasen bilden sich in den Leitungen und im Hauptzylinder und komprimieren sich, statt Druck zu den Rädern zu übertragen. Dies ist besonders bei Trommelbremsen schwerwiegend, wo sich Hitze konzentriert und die Flüssigkeit in heißen Zylindern sitzt.

Prävention und konstruktive Antwort

Moderne Bremssysteme bekämpfen Fading durch Materialauswahl und Kühlung. Hochwertige Reibbeläge mit höherem Temperaturbeständigkeitsbereich, metallische oder keramische Beläge und belüftete Scheiben mit größerer Oberfläche reduzieren alle die Temperatursteigerung. Schwere Lastwagen sind mit Motorbremsen (Jake-Bremsen, Auspuffbremsen) oder hydraulischen Retardern ausgestattet, die kinetische Energie ohne Bremsenhitze aufnehmen und die Temperaturen im sicheren Betriebsbereich halten. Bremsflüssigkeit mit höheren Siedepunkten (DOT 3, DOT 4, DOT 5.1) verlängert den Spielraum, bevor Dampfbildung eintritt. Einige Fahrzeuge verwenden Zweikreissysteme, sodass teilweises Fading in einem Kreis die gesamte Bremsleistung nicht eliminiert.

Fading ist am gefährlichsten, weil es unvorhersehbar und progressiv ist. Ein Fahrer kann bei der ersten Betätigung normale Bremsansprache spüren, dann bei der zweiten oder dritten plötzlich Verlust der Wirkung erleben. Im schlimmsten Fall entdeckt ein Lastwagen beim Abstieg eines Berges zu spät, dass die Bremsen ausgefallen sind, wodurch Auslaufstrecken als einzige Notfalloption bleiben. Deshalb unterliegen Nutzfahrzeuge Bremsprüfnormen (SAE J2430, europäische ECE R13), die Fadeserholung messen und Fade-Widerstandsschwellwerte festlegen.

Der Begriff selbst stammt aus der Beobachtung, dass die Bremsleistung einfach verschwindet oder nachlässt, statt konstant zu bleiben. Er unterscheidet sich von Luft im System (schwammiges Pedal), mechanischem Verschleiß (allmählicher Leistungsverlust) oder Kontamination (plötzlicher Leistungsverlust). Fading zu erkennen erfordert das Verständnis, dass ein Bremssystem unter Belastung anders arbeitet als bei normalem Stadtverkehr: Die Beziehung zwischen Pedaldrruck und Bremsleistung bricht zusammen, und Erholung tritt nur auf, wenn Komponenten abkühlen, was Stunden dauern kann.

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