Burst-Mode
Englisch: burst mode
Betriebsmodus, in dem Daten wiederholt ohne separate Transaktionen übertragen werden.
Burst-Modus: schnelle Datenblöcke ohne Handshake
Burst-Modus ist eine Datenübertragungsmethode, bei der ein Gerät einen Informationsblock mit hoher Geschwindigkeit in einer einzigen Transaktion sendet, ohne zwischen den einzelnen Datenwörtern auf eine Bestätigung zu warten. Statt ein Wort zu senden, auf eine Antwort zu warten, das nächste Wort zu senden und erneut zu warten, komprimiert der Burst-Modus den gesamten Austausch in einen durchgehenden Datenstrom. Der Empfänger erwartet die Daten und hält sich bereit; kein Hin-und-Her-Dialog findet statt, bis der Burst abgeschlossen ist.
Dieser Ansatz spart Zeit und reduziert den Overhead in Systemen, in denen Sender und Empfänger eng gekoppelt sind und die Synchronisation aufrechterhalten können. Typische Burst-Längen reichen von wenigen Bytes bis zu mehreren Kilobytes, abhängig von der Bus-Architektur und der Puffergröße. Speichercontroller verwenden den Burst-Modus beim Lesen oder Schreiben in den DRAM, weil moderner Speicher sequenzielle Daten schneller liefern kann als das Zeitintervall zwischen separaten Transaktionen. USB-Geräte und PCI-Express-Verbindungen unterstützen ebenfalls Burst-Übertragungen zum effizienten Verschieben von Dateidaten, Bildern oder Sensorprotokollen.
Probleme entstehen, wenn der Puffer des Empfängers voll wird, bevor der Burst endet, was den Sender zwingt zu pausieren oder Daten zu verwerfen. Taktabweichungen, Rauschen auf der Signalleitung oder ein Empfänger, der nicht mithalten kann, können den Datenstrom beschädigen. Geräte mit kleinem Cache oder langsamen Prozessoren können kontinuierliche Bursts nicht tolerieren und signalisieren einen Wait-State, der den Sender auf eine langsamere Geschwindigkeit drosselt. In Systemen, in denen Sender und Empfänger in unterschiedlichen Taktbereichen arbeiten, erfordert der Burst-Modus sorgfältige Timing-Analysen, um Metastabilitätsfehler an der Schnittstelle zu vermeiden.
Der Begriff "Burst" stammt von der plötzlichen, anhaltenden Datenfreigabe, im Gegensatz zum Rinnsal eines langsamen, Handshake-gesteuerten Protokolls. Er spiegelt die elektrische Analogie wider: ein Stromstoß statt eines gleichmäßigen Flusses. Der Burst-Modus unterscheidet sich vom Streaming, das unbegrenzt fortgesetzt werden kann; ein Burst hat ein definiertes Ende, danach kann die Leitung ausfallen oder zu einem langsameren Modus zurückkehren.
Moderne Systeme unterstützen oft variable Burst-Längen und können zwischen Burst- und Single-Transaction-Modi im laufenden Betrieb wechseln. DMA-Controller (Direct Memory Access), Display-Schnittstellen und Netzwerkadapter sind auf den Burst-Modus angewiesen, um die Bus-Bandbreite auszuschöpfen und große Datenblöcke ohne CPU-Eingriff zu verschieben. Die Abstimmung der Burst-Länge für eine gegebene Workload und einen Speicher-Subsystem ist eine häufige Aufgabe im Embedded-Systems-Design.