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Kfz-Technik

Burnout

Englisch: burnout

Das Drehen der durchspinnenden Räder eines stillstehenden Fahrzeuges durch Gasgeben, wodurch die rotierenden Reifen Rauch erzeugen und Gummi abbrennen.

Burnout: Durchdrehende Räder unter Vollgas zur Rauchentwicklung

Ein Burnout entsteht, wenn der Fahrer bei stehendem oder fast stehendem Fahrzeug Vollgas gibt, typischerweise mit blockierten oder auf andere Weise gehaltenen Bremsen. Die Antriebsräder drehen durch, reiben auf der Fahrbahn und erzeugen so intensive Reibung, dass die Reifengummis über ihre Haftungstemperatur hinaus erhitzt werden. Das Ergebnis ist sichtbarer Rauch, ein charakteristischer beißender Geruch und geschwärzte Gummirückstände auf dem Asphalt.

Der Mechanismus beruht auf einem einfachen Ungleichgewicht: Der Motor erzeugt mehr Drehmoment, als die Reifen auf den Boden übertragen können. Bei Hinterradantrieb geschieht dies, wenn die Hinterräder die Bodenhaftung verlieren, während die Vorderbremsen fest anliegen. Bei Frontantrieb drehen die Vorderräder durch. Bei Allradantrieb ist ein Burnout schwieriger, weil sich das Drehmoment auf mehrere Räder verteilt und damit die Gesamthaftung erhöht. Mit Schaltgetriebe kann der Fahrer den Motor bei hohen Drehzahlen im niederen Gang halten und dann die Kupplung ruckartig losreißen; bei Automatik ist eine stärkere Bremsbelastung nötig, um dem Motordrehmoment zu widerstehen.

Burnouts verbrauchen Reifenmischung in hohem Tempo. Die Temperaturen an der Reifenflanke können während eines durchgehaltenen Burnout über 100 Grad Celsius erreichen und führen zu Beschädigungen der Gummistruktur und beschleunigtem Verschleiß. Ein typischer Performance-Reifen verliert innerhalb von Sekunden sichtbar Profiltiefe. Die Praxis ist daher auf kontrollierte Umgebungen beschränkt: Dragster-Startlinien, geschlossene Kurse und spezielle Veranstaltungen. Burnouts auf der Straße beschädigen öffentliche Infrastruktur und sind in den meisten Rechtsräumen illegal, weil die Praxis die Reifenlebensdauer verringert, gefährliche Rauchwolken erzeugt und Sicherheitsrisiken für andere Verkehrsteilnehmer schafft.

Im Dragster-Sport haben Burnouts einen legitimen technischen Zweck. Die Reibung heizt die Reifenoberfläche auf und verbessert damit den Reibungskoeffizienten und verringert den Rollwiderstand beim Start. Dragster-Fahrer nutzen Burnouts auch, um die Reifenoberfläche von Verschmutzungen zu reinigen und das Fahrzeug für optimale Ausrichtung zu positionieren. Die Praxis wird in dafür vorgesehenen Burnout-Boxen vor der Rennstrecke durchgeführt.

Der Begriff stammt aus der Dragster-Kultur und bezieht sich auf den Zustand des Reifens: verbrannter Gummi, abgebrannter Gummi. Ein Burnout unterscheidet sich von einem Donut oder Spin-out, bei dem sich das Fahrzeug kreisförmig bewegt, und von einem Launch, das eine Beschleunigung aus dem Stand ist. Moderne Traktionskontrollsysteme verhindern unbeabsichtigte Burnouts aktiv durch Begrenzung des Radschlupfs, weshalb das Phänomen heute vor allem mit beabsichtigter, freizeitmäßiger Nutzung verbunden ist.

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