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Elektrotechnik

CSP

Abkürzung für Communications Service Provider; Telekommunikationsunternehmen oder Telco.

CSP: das Unternehmen, das die Leitungen besitzt und die Bandbreite verkauft

Ein Communications Service Provider (CSP) ist ein lizenzierter Betreiber, der Telekommunikationsinfrastruktur besitzt oder mietet und Sprach-, Daten- oder Videodienste an Endnutzer oder andere Carrier verkauft. Dazu gehören traditionelle Telefongesellschaften, Mobilfunknetzbetreiber, Kabelbreitbandanbieter und zunehmend Eigentümer von Glasfasernetzwerken. Der CSP kann physische Vermögenswerte von Unterseekabeln bis zur letzten Meile aus Kupfer oder Glasfaser zu den Kundenräumen besitzen, oder er mietet Netzkapazität von Großhandelsträgern und verkauft sie unter eigenem Namen weiter.

CSPs sind in verschiedenen Marktsegmenten tätig. Etablierte Carrier wie Telefongesellschaften der älteren Generation halten regionale oder nationale Monopole, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden. Mobilfunknetzbetreiber (MNOs) betreiben Mobilfunknetze und besitzen typischerweise Frequenzlizenzen und Turminfrastruktur. Kabelgesellschaften bieten Breitband und Video über Hybrid-Fiber-Coax-Netze an. Neuere Marktteilnehmer sind manchmal als Mobile Virtual Network Operator (MVNOs) tätig, kaufen Großhandelkapazität von infrastrukturbesitzenden CSPs und kümmern sich nur um Abrechnung und Kundenservice. Jedes Modell hat unterschiedliche Kapitalanforderungen, behördliche Verpflichtungen und Gewinnmargen.

Umsätze und behördliche Realität

Die Einnahmen eines CSP stammen aus Abonnementgebühren, Gebühren für Anschlussendigung, Großhandelsumsätzen und zunehmend aus verwalteten Diensten und Cloud-Konnektivität. Die Rentabilität hängt von der Netzauslastung, der Kundenabwanderung und den Kosten für die Wartung veralteter Kupferinfrastruktur gegenüber der Migration zu Glasfaser ab. Regulierungsbehörden in den meisten Ländern klassifizieren große CSPs als gemeinsame Betreiber und erlegen ihnen universelle Serviceaufgaben, Nummerierungsportierungsanforderungen, Notfallzugriffsregeln (E911 in Nordamerika) und Datenschutzcompliance auf. Diese behördliche Last gilt nicht gleichmäßig für alle Betreiber; kleinere oder neuere Markteinsteiger unterliegen oft einer leichteren Aufsicht.

Der Begriff CSP wurde während der 2000er Jahre in Branchendokumenten und behördlichen Unterlagen zum Standard, da die Telekommunikationsverschmelzung die Grenzen zwischen Festnetz- und Mobilfunkdiensten verwischte. Er ist nun der neutrale Begriff in behördlichen Einreichungen, Lieferantenverträgen und technischen Normungsgremien wie der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) und der GSMA. In der Praxis verwenden Anbieter und Systemintegratoren CSP, um jeden Kunden zu bezeichnen, der Telekommunikationsnetze im großen Maßstab kauft und betreibt, und unterscheiden sie damit von IT-Abteilungen von Unternehmen oder kleineren Dienstleistern.

Moderne CSPs stehen unter Druck, über Konnektivität hinaus in Software-Defined Networking (SDN), Network Function Virtualization (NFV) und Cloud-Integration zu expandieren. Viele betreiben nun separate Geschäftseinheiten für Legacy-Sprach- und Breitbanddienste, hochgewinnbringende Unternehmensdienstleistungen und neu entstehende 5G- und Edge-Computing-Angebote. Die finanzielle Gesundheit eines CSP hängt zunehmend von seiner Fähigkeit ab, teure Vermittlungstechnik-Infrastruktur stillzulegen und Kunden auf paketbasierte Dienste zu migrieren, während gleichzeitig die Abwanderung stagniert oder bei schrumpfenden Kundenbeständen in reifen Märkten negativ verläuft.

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