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Landtechnik

Kraftfutter

Englisch: dairy cake

Eine spezielle Mischung aus Kraftfutter, die speziell auf den Nährstoffbedarf von Milchkühen abgestimmt ist.

Milchviehkuchen: Kraftfutter in Blockform für Milchherden

Milchviehkuchen ist ein verdichtetes, nährstoffreiches Kraftfutter, das die Futterration laktierender Rinder ergänzen oder teilweise ersetzen soll. Das Produkt liegt als festes Block vor, häufig in zylindrischer oder würfelförmiger Form, üblicherweise zwischen 20 und 50 kg pro Einheit, es gibt aber auch lose Schrotformen. Die Zusammensetzung ist darauf ausgerichtet, Energie, Rohprotein und Mineralstoffe bereitzustellen, die hochleistende Milchkühe benötigen, um ihre Milchleistung zu halten und den Körperzustand unter den hohen Anforderungen der Laktation zu bewahren.

Die Rezeptur des Milchviehkuchens variiert je nach Leistungsniveau und regionalen Fütterungsstandards, enthält aber in der Regel 16 bis 20 Prozent Rohprotein, ergänzt durch Getreide (Gerste, Mais, Hafer), Leguminosenschrote (Soja, Raps), Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor) und Spurenelemente (Kobalt, Kupfer, Jod, Selen). Einige Produkte enthalten Umgehungsproteinquellen wie Fischmehl oder geschützte Aminosäuren, die dem Pansenstoffwechsel widerstehen und unverdaut im Dünndarm resorbiert werden. Das Bindemittel, das diese Zutaten zusammenhält, ist üblicherweise Melasse oder eine geringe Menge zugegebenes Fett, das auch die Schmackhaftigkeit verbessert.

Milchviehhalter verfüttern Kuchenblock während des Melkens oder zusammen mit Silage und Heu und nutzen ihn, um die Energieaufnahme zu erhöhen, wenn die Futterqualität schlecht ist oder während der Hochlaktation. Die tägliche Gabe liegt typischerweise zwischen 2 und 8 kg pro Kuh, abhängig von Milchleistung und Futterqualität; Hochleistungsherden mit 30 Litern und mehr täglich bekommen mehr Kuchen als geringere Leistungsträger. Das Produkt wird kühl und trocken gelagert, um Schimmelbildung und Nährstoffabbau zu verhindern, besonders in feuchtem Klima, wo Feuchtigkeitsaufnahme die gepresste Kuchen-Struktur beschädigen kann.

Der Begriff "Kuchen" stammt aus der traditionellen Pressung von Ölsaaten zur Ölgewinnung, wobei ein verdichtetes Feststoff-Nebenprodukt, der Ölkuchen, zurückbleibt. Der moderne Milchviehkuchen überträgt dieses Konzept auf gemischte Getreide- und Proteinformulierungen, die gepresst oder extrudiert in Blockform vorliegen und sich damit von Schrot (loses Pulver) und von ganzen Körnerfrüchten unterscheiden. Das Wort "Milchvieh" kennzeichnet, dass die Formel auf laktierendes Rind abgestimmt ist, nicht auf Fleichrinder, Jungvieh oder andere Tierklassen.

Der Milchviehkuchen gehört in die breitere Kategorie der Mischfutter und konkurriert mit oder ergänzt andere Kraftfutter wie Eiweißblöcke, Melasseblöcke und Getreide pur. Seine Rolle ist zentral in Systemen, in denen vollständig gemischtes Futter (TMR) unpraktisch ist oder wo die Futterqualität wechselhaft ist, weshalb er in intensiven wie auch extensiven Milchviehbetrieben in Europa, Nordamerika und anderen entwickelten Landwirtschaftsregionen ein Standardeinsatzstoff ist.

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