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Bergbau und Gewinnung

abbauen

Englisch: dig

Erz aus seinem Lager gewinnen, im Unterschied zum Graben auf Erzsuche.

Abbau: Rohstoffgewinnung nach Bestätigung des Erzvorkommens

Im Bergbau bedeutet Abbau, Erz aus einem bekannten Vorkommen zu gewinnen, nachdem das Erzlager lokalisiert und wirtschaftlich nachgewiesen wurde. Dies unterscheidet sich von Prospektierung oder Explorationsarbeit, bei der man noch nach Erz sucht. Sobald ein Vorkommen als Erz erklärt wird (nicht nur mineralisiertes Gestein), und ein Bergbaubetrieb etabliert ist, beginnt der Abbau: Erz wird aus der Gesteinswand gelöst, in Lastwagen oder Rutschen geladen und zur Oberfläche oder Aufbereitung transportiert.

Der Begriff hat historisches Gewicht. In der Zeit des manuellen Bergbaus bedeutete Abbau genau das: Spitz- und Schaufelarbeit, um Erz aus dem umgebenden Gestein freizulegen. Moderner Abbau nutzt Sprengbohrungen, Schaufelradlader und Fördersysteme, aber das Wort bleibt bestehen, weil es produktive Gewinnung von unproduktiver Arbeit trennt. Ein Explorationist, der Explorationsbohrungen durchführt, betreibt keinen Abbau. Ein Betreiber, der aus bewiesenen Reserven gewinnt, betreibt Abbau.

Im Tagebau kann Abbau speziell die Erzgewinnung bedeuten (der produktive Teil), im Gegensatz zum Abraum, der das Abräumen von Überlagerndem (Berge über oder um das Erz) meint. Eine Tagebaugrube macht beides: Abraum zum Freilegen des Erzlagers, dann Abbau, um es zu gewinnen. Das Verhältnis von Berge zu Erz heißt Abraumquote; wird dieses Verhältnis zu hoch, wird der Bergbau unwirtschaftlich. Beides ist Aushubbetrieb, aber nur Abbau erzeugt verkäufliches Produkt.

Unter Tage bedeutet Abbau, Erz im Stope (der aktiven Abbauzone) zu lösen und zu entfernen. Das Erz wird in Erzschächte oder direkt auf Transportmittel geladen und zur Oberfläche gefahren. Im Gegensatz dazu ist das Abteufen eines Schachtes oder das Vortreiben einer Strecke ebenfalls Aushubbetrieb, aber kein Abbau, da diese Arbeiten Zugang schaffen, nicht Einnahmen.

Das Wort bleibt in allen Jurisdiktionen und bei allen Ausrüstungstypen Standard. Ob das Erz Kupfer, Eisen, Gold oder Kohle ist, ob das Verfahren Tagebau, Untertagebau oder Seifengewinnung ist, Betreiber sprechen vom Erzabbau. Behörden und Betriebswirtschafter verfolgen Erztonnen, die pro Schicht, pro Monat, pro Tagebau abgebaut werden. Diese Kennzahl ist direkt mit Gehaltsgehalt (Erzqualität) und Tonnage (Erzmenge) verknüpft, um Produktionswert und Lebensdauer der Grube zu berechnen.

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