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Industrieelektronik

Digitalkamera

Englisch: digital still camera

Eine digitale Kamera, abgekürzt DSC.

DSC: eine Kamera, die Bilder als digitale Dateien erfasst, nicht auf Film

Eine digitale Fotokamera ist ein in sich geschlossenes optisches und elektronisches Gerät, das ein Foto als digitale Bilddatei erfasst, anstatt auf chemischem Film zu arbeiten. Licht tritt durch ein Objektiv ein, trifft auf einen Festkörper-Bildsensor (vom Typ CCD oder CMOS) und der Sensor wandelt dieses Licht in elektrische Signale um. Diese Signale werden von der internen Elektronik der Kamera verarbeitet, in ein Standardformat wie JPEG oder Raw komprimiert und auf austauschbare Speichermedien oder in den internen Speicher geschrieben. Die resultierende Datei kann sofort auf einen Computer übertragen, bearbeitet, gedruckt oder geteilt werden, ohne dass eine Dunkelkammer-Verarbeitung notwendig ist.

Digitale Fotokameras reichen von kompakten Modellen mit festem Objektiv bis zu Systemen mit austauschbaren Objektiven und mehreren optischen Elementen sowie externen Blitzgeräten. Die Auflösung wird in Megapixeln gemessen, was sich auf die Gesamtpixelanzahl des Sensors bezieht; ein 12-Megapixel-Sensor erzeugt Bilder mit etwa 4000 x 3000 Pixeln. Die Sensorgröße reicht typischerweise von 1/2,3 Zoll bei Taschenkameras bis zu 35 mm Vollformat bei professionellen Gehäusen und beeinflusst die Lichtempfindlichkeit, die Tiefenschärfe-Möglichkeiten und den Dynamikbereich. Die Bildfrequenz variiert: Consumer-Modelle schießen vielleicht 5 bis 10 Bilder pro Sekunde, während spezialisierte Industrie- oder Wissenschaftskameras über 100 Bilder pro Sekunde erreichen können.

In industriellen und technischen Anwendungen haben digitale Fotokameras Film weitgehend ersetzt, da sie die Verzögerung der chemischen Verarbeitung eliminieren, eine sofortige Überprüfung der Belichtung ermöglichen und sich problemlos in Datenerfassungs- und Qualitätskontrollsysteme integrieren lassen. Machine-Vision-Systeme verwenden häufig spezialisierte Industriekameras mit maßgefertigten Sensoren, Objektiven und Schnittstellen, die zur Präzisionsmessung oder Fehlererkennung optimiert sind, anstatt auf fotografische Ästhetik abzuzielen. Viele Industriekameras geben unkomprimierte Raw-Sensordaten aus oder verbinden sich direkt mit Computern über USB, GigE Ethernet oder proprietäre Schnittstellen, anstatt auf Speicherkarten zu schreiben.

Häufige Ausfallarten und Einschränkungen

Digitale Fotokameras sind anfällig für Feuchtigkeitseintritt, Hitze, Stoßbelastung und Staubverschmutzung des Sensors. Sensorpixel verschlechtern sich bei längerer Belastung durch intense Lichtstrahlung oder Hitze. Speichermedien können beschädigt werden, wenn sie nicht ordnungsgemäß behandelt werden oder wenn die Kamera während eines Schreibvorgangs die Stromversorgung verliert. Die Akkulaufzeit ist begrenzt und hängt von der Aufnahmehäufigkeit, der Blitznutzung und der Display-Helligkeit ab. Der Bildsensor kann bei den meisten Consumer- und Profi-Modellen vom Benutzer nicht sicher gereinigt werden; Sensorienschmutz erfordert professionelle Wartung oder wird als dunkle Punkte bei Aufnahmen mit kleinen Blendenwerten sichtbar.

Der Begriff digitale Fotokamera unterscheidet Geräte, die einzelne Bilder erfassen, von Videokameras, die kontinuierliche Bildfolgen aufzeichnen. Das Akronym DSC wurde in den 1990er und frühen 2000er Jahren üblich, als sich die digitale Bildgebung durchsetzte. Heute ist die Grenze zwischen Kameratypen verschwommen: Die meisten digitalen Fotokameras können Video aufnehmen, und viele Smartphones funktionieren gut als Fotokameras für informelle Dokumentation, opfern aber die optischen und Sensor-Fähigkeiten von dedizierten Geräten. In industriellen Kontexten hängt die Wahl zwischen einer spezialisierten Digitalkamera, einem Smartphone und einem dedizierten Machine-Vision-System von den Auflösungsanforderungen, den Datenformat-Anforderungen und der Integration mit Steuersystemen ab.

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