Umleiter
Englisch: diverter
Vorrichtung zum Weiterleiten von Anrufen auf eine andere Telefonleitung.
Diverter: Weiterleitungswerkzeug, das Anrufe umleitet
Ein Diverter ist ein Schaltmechanismus, der einen eingehenden Telefonanruf abfängt und auf eine andere Leitung, einen anderen Anschluss oder eine externe Nummer umleitet. In Legacy- und modernen Telefonsystemen gleichermaßen sitzt er zwischen dem Ankunftspunkt des Anrufs und dem beabsichtigten Empfänger und ermöglicht selektives oder pauschales Routing basierend auf Bedingungen wie Tageszeit, Verfügbarkeit oder explizitem Benutzerbefehl.
Die einfachste Form ist ein manueller Diverter, bedient von einem Operator oder Benutzer an einer Vermittlung oder am Telefongerät, um Anrufe zur Voicemail, zu einem Kollegen oder auf eine externe Leitung weiterzuleiten. Moderne Systeme nutzen Anrufumleitungssoftware, die in PBX- und VoIP-Plattformen eingebaut ist und durch Bedingungen wie Zeitüberschreitung bei Keine-Antwort, Besetztzeichen oder Do-not-Disturb-Status ausgelöst wird. Einige Diverter funktionieren auf Vermittlungsebene und werden vom Netzbetreiber gesteuert; andere arbeiten auf der Kundenanlage und stehen unter Kontrolle des Teilnehmers.
Varianten und Betrieb
Call Forwarding ist die häufigste Form: eine dauerhafte oder temporäre Regel, die alle eingehenden Anrufe auf eine angegebene Nummer weiterleitet. Selektive Umleitung routed Anrufe basierend auf Rufnummernkennung, Tageszeit oder Anruftyp. Follow-me-Systeme verketten mehrere Zieldummern hintereinander und probieren jede aus, bis jemand antwortet. Hunt Groups und Overflow-Diverter verteilen Anrufe auf mehrere Agenten oder Leitungen, um während Spitzenverkehr verlorengegangene Anrufe zu vermeiden.
Diverter sind auf Signalisierungsprotokolle angewiesen, um Anrufe zu identifizieren und Routingregeln anzuwenden. In analogen Systemen geschieht dies auf der Vermittlung oder auf der Teilnehmerlinie selbst. Bei digitaler und IP-Telefonie läuft die Diverter-Logik auf einem Server und nutzt Session Initiation Protocol (SIP) oder ähnliche Standards, um Call Legs umzuleiten. Ausfallmodi umfassen Anrufe, die zwischen Divertern schleifen, Anrufe, die an nicht erreichbare Nummern weitergeleitet werden, oder Umleitungsregeln, die nach dem Ausschalten durch einen Benutzer bestehen bleiben und zu verpassten Kommunikationen führen.
Der Begriff spiegelt seine mechanischen und späteren elektronischen Ursprünge wider: einen Anruf umzuleiten bedeutet, seinen Weg von der normalen Route abzulenken. In älteren Vermittlungen war dies buchstäblich: eine Schnur eines Operators oder ein Relais änderte physikalisch, welche Schaltung der Anruf nutzte. Heute bleibt das Konzept in der Software bestehen, aber die zugrunde liegende Logik ist identisch: einen Satz von Bedingungen abgleichen und den Anruf dann anderswohin weiterleiten.