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Verteiler im Verbrennungsmotor.
Verteiler: der Zündzeit-Gatekeeper des Motors
Ein Verteiler ist die Verteilerkopf- und Läufereinheit, die oben auf dem Zündsystem eines Benzinmotors sitzt. Seine Aufgabe ist mechanisch und elektrisch: Er nimmt den hochspannungspuls von der Zündspule und leitet ihn in der korrekten Zündfolge und im genau richtigen Moment zu jeder Zündkerze. Der Läufer dreht sich mit dem Motor, und während er sich im Kopf dreht, streicht sein Kontaktarm an feststehenden Anschlüssen vorbei, die mit den Zündkerzenleitungen verbunden sind. So zündet ein Motor ohne Computer acht Zylinder in der richtigen Reihenfolge, tausendfach pro Minute.
Der Begriff "Verteiler" ist reine Werkstattsprache, wahrscheinlich entstanden durch die Vorstellung des sich drehenden Läufers, wobei die Herkunft in der Fachliteratur nicht dokumentiert ist. Sie werden hören, dass er bei Mechanikern in Großbritannien und Commonwealth-Ländern frei verwendet wird, weniger häufig in Nordamerika, wo "Distributor" Standard bleibt. Das Wort hat sich durchgesetzt, weil es schnell und unmissverständlich ist, wenn man in einer lauten Werkstatt unter der Haube arbeitet.
Wie es ausfällt und warum es wichtig ist
Ein Verteiler verschleißt auf vorhersehbare Weise. Der Läufer nutzt ab und verliert den Kontakt zu den Verteilerkopfanschlüssen, was zu Zündausfällen führt. Kohlenstoffspuren können sich im Kopf bilden, besonders in feuchtem Klima, und erzeugen ungewollte Kurzschlüsse zwischen den Anschlüssen. Die Wellenlager nutzen ab und lassen den Läufer wackeln und aus der Zündzeit driften. Zündkerzenleitungen korrodieren an den Kopfanschlüssen. Jeder dieser Fehler führt zu rauem Lauf, schlechten Kaltstarts oder kompletten Zündausfällen.
Zündzeit-Drift ist die eigentliche Gefahr. Wenn der Läufer den Zündfunken nicht mehr im richtigen Moment im Zylinderhub abgibt, verliert der Motor schnell Leistung und Wirkungsgrad. Bei älteren Fahrzeugen ohne elektronisches Zündkontrollmodul ist die einzige Reparatur der Ausbau, die Überprüfung und meist der Austausch. Moderne Motoren sind zu Spulensätzen oder Einzelspulensystemen übergegangen und haben überhaupt keinen Verteiler mehr, weshalb der Begriff in manchen Gewerken historisch wird.
Das Verständnis des Verteilers ist wichtig, weil viele Fahrzeuge auf der Straße immer noch welche verwenden: jeder Benzinmotor, der vor dem späten 20. Jahrhundert gebaut wurde, und viele bis in die 2000er Jahre, sind auf dieses mechanische Bauteil angewiesen. Ein Mechaniker, der einen defekten Verteiler nicht diagnostizieren kann, verschwendet Stunden mit der Verfolgung von Phantom-Elektrofehlern. Der Verteiler sitzt im Herzen der älteren Zündarchitektur, und sein Verständnis ist grundlegend für die Kenntnis, wie vorelectronische Motoren funktionieren.