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Energie und Versorgung

Erdungsleitung

Englisch: downlead

Ein Stromkabel, das eine Außenanlage mit einer Innen- oder unterirdischen Anlage verbindet.

Freileitung: das Kabel, das Strom von oben nach unten führt

Eine Freileitung ist ein vertikaler oder nahezu vertikaler elektrischer Leiter, der Strom von einer erhöhten Quelle, üblicherweise einem Strommasten, Dach oder einer Luftversorgungsleitung, bis zum Einspeisungspunkt eines Gebäudes oder einer Verteilanlage auf Bodenniveau oder darunter führt. Sie überbrückt die Lücke zwischen der Versorgungsinfrastruktur und der Hausinstallation und stellt damit den physischen Übergabepunkt dar, an dem die Verantwortung des Energieversorgers oft endet und die des Kunden beginnt.

Im Elektrizitätswerk wird die Freileitung nach der Last bemessen, die sie tragen muss. Eine Freileitung für Wohngebäude kann 3/0 oder 4/0 AWG Kupfer oder Aluminium sein, üblicherweise 25 bis 100 Ampere, während Industrieanlagen mehrere Kabel mit wesentlich größerem Querschnitt erfordern können. Der Leiter ist gewöhnlich mit PVC, XLPE oder Gummi isoliert und für die Spannung und Umgebung bemessen. Freileitungen müssen mechanisch geschützt werden, wenn sie durch Wände führen oder über scharfe Kanten gehen, oft in Rohren, Kabelrinnen oder Kabelarmierungen untergebracht.

Verlegung und Befestigung sind entscheidend für die Leistung der Freileitung. Das Kabel muss an der Struktur in regelmäßigen Abständen befestigt werden, üblicherweise alle 1 bis 2 Meter bei starren Rohren und häufiger bei nicht gestütztem Kabel. Zugspannung, UV-Strahlung, Windlast und Temperaturwechsel belasten alle die Freileitung, daher wird an den Verbindungsstellen bewusst Spiel eingeplant. In feuchten oder korrosiven Umgebungen müssen Materialien Verschleiß widerstehen; Edelstahlbefestigungen und UV-beständige Mäntel werden zur Notwendigkeit statt zur Zusatzoption.

Freileitungen fallen aus, wenn sie für die tatsächliche Last zu klein bemessen sind, schlecht gestützt und mechanischer Belastung ausgesetzt sind, oder gegen Witterung und UV-Strahlung ungeschützt bleiben. Korrosion an den Endpunkten ist häufig, besonders wenn unterschiedliche Metalle ohne ordentliche Übergangsstücke zusammentreffen. Feuchtigkeitseintritt in Kabelverbindungen führt zu Kriechströmen und schließlich zu Kurzschlüssen. Schlechte Erdung der Freileitung oder Armierung kann Ausgleichsströme und Berührungsspannungsgefahren zur Folge haben.

Der Begriff selbst spiegelt die Terminologie des Elektrizitätswerkes wider: die Leitung, die von der Versorgungsquelle nach unten geht. Sie wird manchmal Luftleitung genannt, wenn das Kabel in der Luft hängend verlegt ist, und Hausanschlussleitung, wenn es das Gebäude betritt, aber Freileitung ist der allgemeine Begriff für den Leiter selbst unabhängig von der Verlegungsart. Das Verständnis der Rolle, der statischen, elektrischen und rechtlichen Aspekte der Freileitung ist notwendig für alle, die Inspektionen, Wartung oder Modernisierung der Stromversorgungsinfrastruktur durchführen.

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