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Energie und Versorgung

Rheostat

Englisch: rheostat

Ein elektrischer Widerstand mit zwei Anschlüssen, dessen Widerstand durch Verschieben eines Knopfes oder Schiebers stufenlos verändert werden kann, um den Stromfluss zu regeln

Rheostat: Ein variabler Widerstand zur Steuerung des Stromflusses

Ein Rheostat ist ein zweipoliger variabler Widerstand, der die Menge des elektrischen Stroms in einem Stromkreis steuert. Im Gegensatz zu einem Festwiderstand ändert sich sein Widerstandswert, wenn Sie einen mechanischen Schieber, Drehknopf oder Hebel betätigen. So können Sie den benötigten Strom präzise einstellen, ohne Bauteile zu wechseln oder den Stromkreis zu unterbrechen. Die häufigste Bauform ist ein Drahtwickelwiderstand, der um einen Keramik- oder Glasfaserkern gewickelt ist und einen Schleifkontakt besitzt, der die Wicklung an verschiedenen Stellen anzapft.

Der elektrische Stromweg im Rheostat führt von einem Anschluss durch einen Teil des Widerstandsdrahts zum Schleifkontakt und zum zweiten Anschluss. Durch Verschieben des Schleifkontakts wird mehr oder weniger Draht im aktiven Bereich des Stromkreises wirksam. Der Widerstand im Stromkreis lässt sich dadurch stufenlos und kontinuierlich anpassen, nicht in Sprüngen. Rheostaten werden nach ihrem maximalen Widerstandswert in Ohm und nach dem Strom bewertet, den sie sicher vertragen. Je nach Bauart und Drahtdurchmesser liegt dieser üblicherweise zwischen wenigen Ampere und mehreren hundert Ampere.

Anwendungen und Varianten

Rheostaten kommen überall dort zum Einsatz, wo man den Strom regulieren muss, ohne den Betrieb zu unterbrechen: zum Dimmen von Leuchten, zur Drehzahlregelung von Motoren, zur Steuerung von Heizelementen in Öfen und Heizanlagen oder zur Regelung der Generatorausgabe. Industrieausführungen nutzen dickere Drähte und wärmeableitende Keramiken für hohe Dauerströme. Labor- und Präzisions-Ausführungen verwenden schraubenförmig angeordnete Drähte und Wellen mit feiner Teilung für kleinere Einstellschritte. Potentiometer hingegen messen die Spannung über drei Anschlüsse und dienen der präzisen Signalaufbereitung statt der direkten Stromregelung.

Die Verschleißstelle eines Rheostats ist der Schleifkontakt, der durch Reibung während der Bewegung auf dem Widerstandsdraht allmählich abnutzt. Korrosion, Staub und elektrische Funkenbildung am Kontakt können zu Geräuschentwicklung, Widerstandssprüngen oder Ausfällen führen. In rauen Industrieumgebungen schützen geschlossene oder teilweise ummantelte Ausführungen Draht und Kontaktflächen. Der Begriff Rheostat stammt vom Griechischen und bedeutet wörtlich etwas, das dem Stromfluss entgegenwirkt.

Moderne Schaltnetzteile und elektronische Regler haben Rheostaten in vielen Präzisionsanwendungen ersetzt. Sie bleiben aber der Standard für Hochstrom-Vorschaltgeräte und Strombegrenzungsfunktionen in Schweißanlagen, Lichtbogenöfen und großen Beleuchtungssystemen, wo Einfachheit, Robustheit und sichere Wärmeabfuhr wichtiger sind als feinste digitale Auflösung.

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