FD
Abkürzung für Flight Director.
FD: der Co-Pilot im Instrumentenpult des Autopiloten
Ein Flight Director ist ein Instrument, das dem Piloten Quer- und Höhensteuerbefehle anzeigt, um einen genauen Flugweg zu fliegen. Es verarbeitet Rohdaten aus den Navigationssystemen des Flugzeugs, dem Flight Management Computer oder bodengestützten Funknavigationshilfen und wandelt diese in visuelle Befehle um, die auf dem Lageindikator oder dem Primary Flight Display des Piloten angezeigt werden. Die zwei gängigsten Anzeigeelemente sind ein Command Bar (ein Paar gekreuzter Nadeln oder ein V-Balken), das dem Piloten zeigt, wie er neigen und nicken soll, und ein Course Deviation Indicator, der die Links-Rechts-Ausrichtung anzeigt. Im Gegensatz zum Autopiloten betätigt der FD nicht die Steuerflächenseite; das tut der Pilot, indem er seinen Befehlen folgt.
Flight Directors gibt es in zwei Haupttypen. Der konventionelle FD legt die Steuerbefehle direkt auf den Lageindikator (künstlicher Horizont) auf, wobei eine Nadel Nickbefehle und eine andere Rollbefehle anzeigt. Moderne Glass Cockpits zeigen den FD als V-Balken oder magentafarbenen Flugpfadvektoren, integriert in das Primary Flight Display, manchmal mit einer separat angezeigten Localizer-Skala. Die meisten großen Verkehrsflugzeuge haben zwei Flight Directors, einen auf jedem Pilotendisplay, und diese können mit einem Autopiloten gekoppelt werden, sodass der Autopilot die FD-Befehle automatisch befolgt.
So wird es in der Praxis genutzt
Der FD ist am wertvollsten während Instrumentenflugprozeduren, besonders bei Anflügen ohne Präzisionshilfe, bei denen der Pilot mittels VOR, NDB oder GPS ohne Präzisions-Gleitpfad navigieren muss. Bei einem Präzisions-ILS-Anflug erfasst und verfolgt der FD sowohl die Localizer- (Quer-) als auch die Gleitpfad- (Vertikal-)Signale und gibt dem Piloten eine klare visuelle Referenz, falls der Autopilot getrennt oder nicht verfügbar ist. Viele Fluggesellschaften schulen Piloten darin, Anflüge nur mit FD und Lageindikator zu fliegen, ohne sich auf den Horizontal Situation Indicator zu verlassen, als Sicherheitstechnik.Der FD ist vollständig von seiner Eingabequelle abhängig. Wenn die Navigationsquelle falsch ist, wird der FD den Piloten falsch anleiten. Ein fehlkonfigurierter Flight Management Computer, eine VOR-Station mit bekanntem Kompassrose-Offset oder ein verschlechtertes GPS können alle dazu führen, dass der FD falsche Befehle gibt. Piloten müssen den FD gegen andere Instrumente abgleichen, besonders während kritischer Phasen wie An- und Landung. Der FD reagiert auch empfindlich auf Nich- und Rollausgleichsfehler des Flugzeugs; wenn das Flugzeug nicht korrekt ausgetrimmt ist, kann der FD Nick- oder Rollbefehle erteilen, die der Autopilot nur schwer halten kann.
Wartungstechniker beheben FD-Probleme durch Überprüfung der Eingabequellen-Integrität (VOR-Genauigkeit, IRS-Ausrichtung, GPS-Status), Kontrolle, dass der Flight-Director-Modusschalter funktioniert, und Sicherstellung, dass das Display mit dem Lagereferenzsystem synchronisiert ist. Viele Glass-Cockpit-Plattformen haben eingebaute Testfunktionen, die eine Bodenprüfung der FD-Logik ohne Flugbetrieb ermöglichen. Verschlechterte oder nicht funktionsfähige Flight Directors müssen in das Wartungsprotokoll eingetragen werden; der Flugbetrieb kann auf vielen Flugzeugen fortgesetzt werden, aber Präzisionsanflüge sind untersagt, bis beide FDs betriebsbereit sind.