Kampfhubschrauber
Englisch: gunship
Ein bewaffneter Hubschrauber zur Bekämpfung von Feindkräften.
Kampfhubschrauber: Hubschrauber, konstruiert um Feuerkraft, nicht Transport
Ein Kampfhubschrauber ist ein Militärhubschrauber, der speziell dafür ausgelegt ist, gezieltes und anhaltendes Feuer auf Bodenziele abzugeben. Anders als Transport- oder Mehrzweckhubschrauber, die Waffen als Sekundarausrüstung mitführen, ist bei einem Kampfhubschrauber der gesamte Aufbau, die Gewichtsverteilung, die Bestuhlung und alle Systeme auf den Waffeneinsatz ausgerichtet. Der Hubschrauber schwebt, kreist oder manövriert, um mehrere Geschütze oder Raketen auf ein definiertes Zielgebiet zu konzentrieren. Das macht ihn grundlegend anders als ein schnelles Angriffsflugzeug, das ein Ziel nur einmal überfliegt.
Der am weitesten verbreitete Kampfhubschrauber-Typ ist der AH-64 Apache, der eine 30-mm-Kettenwaffe in einer Bugkanzel sowie Hydra-70-Raketenbehälter und Hellfire-Raketen an den Tragflächenstummeln trägt. Weitere Beispiele sind der AH-1 Cobra mit 20-mm-Geschütz und verschiedener Bewaffnung sowie die AH-60-Kampfhubschrauber-Variante des Black Hawk. Jede Variante konzentriert das Gewicht tief und nach vorne, um den ständigen Geschützeinsatz ohne Nickausschlag oder Kontrollverlust zu unterstützen. Munitionszuführungssysteme, Geschützkühlschläuche und Feuerleit-Hydraulikleitungen belegen Platz, den Transporthubschrauber für Fracht oder Passagiere nutzen würden.
Die Wartungsanforderungen unterscheiden sich deutlich von der allgemeinen Luftfahrt. Geschützsysteme erfordern nach jedem Betriebszyklus Laufbahn-Reinigung, Munitionsbehandlungs-Überprüfung und Zuführmechanismus-Tests. Hydraulikleitungen werden höheren Drücken und Schaltfrequenzen ausgesetzt, weil Geschützkanzel-Drehungen schnell erfolgen und ballistische Kompensation ständige kleine Korrektionen verlangt. Rotorblätter und Blattwinkelsteuerungs-Gestänge müssen die heftigen Vibrationen verkraften, die beim Schießen schwerer Kaliber von einem stationären Hubschrauber entstehen. Vibrationsdämpfungselemente und Stoßdämpfer im ganzen Airframe verschleißen schneller als bei unbewaffneten Flugzeugen.
Warum der Begriff in der Wartungspraxis wichtig ist
Die Bezeichnung 'Kampfhubschrauber' signalisiert dem Techniker sofort, dass dieser Hubschrauber für eine bestimmte Aufgabe konstruiert ist: anhaltendes direktes Feuerunterstützungs-Einsatz. Ein Mechaniker, der eine Wartungszeile überprüft, sieht einen AH-64 und weiß, dass die Bugkanzel-Mechanik, die Geschütz-Hydraulik und die Munitionsschleifen kritische Positionen sind. Ein Airframe, das strukturell ähnlich wie ein Transporthubschrauber aussieht, trägt tatsächlich völlig andere Lasten und Spannungen. Wartungshandbücher für Kampfhubschrauber trennen Geschütz-System-Verfahren von Flugsteuerungs-Arbeiten, weil die beiden Systeme durch Vibrationen wechselwirken und unterschiedliche Fehlersuch-Logik erfordern.
Felddemontagen und Inspektionen folgen der Logik von Kampfhubschraubern: Überprüfungen auf Geschützlauf-Verschluss erfolgen vor dem Motorstart; Hydraulikdruck-Tests umfassen Isolierungs-Überprüfungen des Geschütz-Kreislaufs; und bestimmte Vibrationen im Flug, die bei einem Mehrzweckhubschrauber als geringfügig vermerkt würden, können bei einem Kampfhubschrauber auf Verschleiß des Geschützsystems hindeuten. Teile-Gemeinsamkeiten mit Transport-Varianten sind teilweise und manchmal irreführend. Ein Rotorblatt kann nominell austauschbar sein, aber die Ermüdungs-Lebensdauer-Verfolgung unterscheidet sich, weil Kampfhubschrauber-Betriebszyklen Beschleunigung, Verzögerung und Waffen-Einsatz-Manöver beinhalten, die beim Frachtbetrieb nicht vorkommen.