Feueralarm
Englisch: fire alarm
Ein Notfalleinsatz der Feuerwehr mit Personal und Ausrüstung bei einem Brand.
Brandmeldeanlage: automatisches Erkennungs- und Alarmsystem für aktive Brände
Eine Brandmeldeanlage ist ein System, das das Vorhandensein von Feuer oder Rauch erkennt und automatisch die Bewohner und Rettungsdienste alarmiert. Sie besteht aus Meldern (Rauchmelder, Wärmemelder oder Flammenmelder), die mit einer Zentrale verbunden sind, die akustische und optische Alarme auslöst und in den meisten Fällen ein Signal an eine Leitstelle oder direkt zur Feuerwehr sendet. Das System ist dafür ausgelegt, frühzeitig zu warnen, damit Personen evakuiert werden können, bevor die Bedingungen gefährlich werden.
Die Melderverfahren variieren je nach Anwendung und Gefährdung. Ionisationsmelder erfassen Rauchteilchen von schnell flammenden Bränden; Fotoelektrische Melder reagieren besser auf schwelende Brände. Wärmemelder lösen bei festen Temperaturen aus, typischerweise zwischen 57 °C und 74 °C, und werden häufig in Küchen verwendet, wo Kochdämpfe zu Fehlalermen führen würden. Flammenmelder, die Infrarot- oder Ultraviolettsensoren nutzen, sind in hochgefährlichen Industrieräumen mit brennbaren Flüssigkeiten oder Gasen unverzichtbar. Multisensormelder kombinieren Ionisations- und Fotoelektrik-Technologie für bessere Abdeckung.
Systemaufbau und Überwachung
Brandmeldeanlagen sind in Reihe oder in adressierbaren Schleifen verdrahtet. Konventionelle Systeme gruppieren Melder in Zonen; adressierbare Systeme weisen jedem Gerät eine eindeutige Adresse zu, damit die Zentrale genau erkennt, welcher Melder ausgelöst hat. Die Zentrale selbst enthält Batterien für die Stromversorgung im Notfall (erforderlich für 24 bis 72 Stunden Betrieb je nach Rechtsgebiet), Relais zum Auslösen von Sirenen oder Blitzlichtern und ein Kommunikationsmodul. Die meisten Rechtsgebiete schreiben eine Fernüberwachung vor: Das System sendet ein Signal über Telefonleitung, Internet oder Mobilfunknetz an eine lizenzierte Leitstelle, die den Alarm bestätigt und die Feuerwehr alarmiert.
Die Bauordnung schreibt die Installation von Brandmeldeanlagen in Geschäftsgebäuden, Industrieanlagen und mehrgeschossigen Wohngebäuden vor. Melder müssen in der Nähe von Decken angebracht werden, wo Rauch und Wärme aufsteigen, und sind je nach Grundfläche angeordnet (typischerweise ein Melder pro 84 Quadratmeter bei Ionisation, 112 Quadratmeter bei Fotoelektrik). Treppenhäuser, Flure und große offene Räume benötigen eigene Überwachung. Die Zentrale wird üblicherweise in der Nähe des Haupteingangs angebracht, damit die Feuerwehr den Systemstatus bei ihrer Ankunft überprüfen kann.
Häufige Ausfälle treten auf, wenn Melder durch Staub und Isolationsmaterial verschmutzt oder blockiert werden, was die Empfindlichkeit verringert. Leere Batterien in kabellosen Meldern führen zu verpassten Alarmen. Fehlalarme durch Kochen oder Staub verschwenden Feuerwehrressourcen und untergraben das Vertrauen in das System. Regelmäßige Prüfung und Wartung sind unverzichtbar: Melder sollten jährlich abgesaugt oder ausgetauscht werden, Batterien vierteljährlich geprüft und das gesamte System je nach Vorschrift alle ein bis drei Jahre fachgerecht inspiziert werden. Vernetzbare Rauchmelder in Wohngebäuden erhöhen die Sicherheit beim Verlassen des Hauses, da alle Etagen gleichzeitig gewarnt werden statt nur die betroffene Zone.