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Maschinenbau

Freilauf

Englisch: freewheel

Fähigkeit eines Zahnrads, sich nach der Entkopplung weiter zu drehen.

Leerlauf: Weiterdrehung ohne Kraftschluss oder Antrieb

Leerlauf tritt auf, wenn ein Zahnrad, Kettenrad oder Rad sich weiter dreht, nachdem die Antriebskraft wegfällt oder die Verbindung unterbrochen ist. Die rotierende Komponente ist nicht mehr mechanisch mit dem Teil verbunden, das sie antrieb. Sie läuft unter ihrer eigenen Trägheit aus, bis Reibung und Luftwiderstand sie zum Stillstand bringen. Das unterscheidet sich vom Antrieb oder von Bremsung: die Komponente ist vorübergehend vom Kraftquellen entkoppelt.

Das vertrauteste Beispiel ist der Leerlaufmechanismus eines Fahrrads, eingebaut in der Hinterradnabe. Wenn du aufhörst zu treten, aber bergab weiterrollst, dreht sich das Hinterrad noch immer, während die Tretkurbel stillsteht. Ein Sperrmechanismus in der Nabe erlaubt dem Rad, schneller zu drehen, als die Kette es antreiben würde; das Kettenrad läuft praktisch auf der Naben-Achse leer. In Kraftfahrzeuggetrieben kann eine Überholkupplung den Motor im Leerlauf drehen lassen, wenn man den Gashebel beim Bergabfahren loslässt, wodurch die Motorbremse entfällt.

Leerlauf ist manchmal wünschenswert für Effizienz und Treibstoffsparen. Bei schweren Fahrzeugen und Maschinen kann unkontrollierter Leerlauf aber gefährlich sein. Ein Lastwagen, dessen Getriebe bergab läuft, kann schneller an Geschwindigkeit gewinnen, als die Bremsen sicher abbauen können, was zu Bremsenverschleiß oder Bremsausfall führt. Viele Nutzfahrzeuge sind daher mit Motorbremsen oder Retardern ausgestattet, um Leerlauf zu verhindern und die Kontrolle auf langen Gefällestrecken zu wahren.

Warum der Begriff im Design wichtig ist

Der Unterschied zwischen Kraftschluss und Leerlauf ist zentral für die Konstruktion von Kupplungen und Getrieben. Eine Freilaufkupplung oder Schraub-Freilauf erlaubt einer Welle, in einer Richtung zu laufen, während sie in der anderen Richtung verriegelt ist, was automatischen Überholschutz bietet. Rollen- oder Rampen-Freiläufe sind einfacher und billiger als aktive Kupplungen, können aber nicht auf verändernde Bedingungen reagieren. Ingenieure müssen entscheiden, ob Leerlauf zulässig ist oder ob mechanische Verbindung unter allen Lasten beibehalten werden muss.

Bei Industrie-Förderern laufen Rollen manchmal im Leerlauf, um den Widerstand zu senken, wenn kein Material aktiv bewegt wird. Bei Werkzeugmaschinen müssen Spindellagern so gewählt werden, dass die Spindel nach Stromausfall ruhig läuft. Umgekehrt muss in Ankerwinden und Hebezeuge Leerlauf vollständig durch Lasthalte-Bremsen verhindert werden, denn jede Bewegung könnte Verletzungen oder Sachschäden verursachen.

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