Saum
Englisch: hem
Rand eines Kleidungsstücks, der umgeschlagen und festgenäht wird, um die Kante zu säumen und Ausfransen zu verhindern
Saum: eine genähte Falte, die verhindert, dass Fabric-Kanten ausfransen
Ein Saum ist eine fertige Kante an einem Stoff, bei der die rohe Kante auf sich selbst zurückgefaltet und mit Nähten gesichert wird. Die Falte verläuft normalerweise parallel zur Kante und erzeugt eine doppelte Materialschicht, die die rohen Fasern umschließt und ein Ausfransen verhindert. Bei Kleidungsstücken wie Hosen, Röcken und Ärmeln liegt der Saum normalerweise zwischen 2,5 und 7,5 cm Tiefe, obwohl dies je nach Kleidungsstück und beabsichtigter Verwendung variiert.
Der einfachste Saum besteht darin, die Kante ein oder zweimal zu falten und eine Naht zu nähen, oft als Blindstich bezeichnet, die Fäden in der Falte erfasst, sodass sie von außen kaum sichtbar ist. Bei größeren Produktionsserien werden industrielle Saummaschinen verwendet, die gleichzeitig falten, nähen und schneiden können, mit Geschwindigkeiten von über 1000 Stück pro Stunde. Spezialausrüstungen umfassen Blindsaummaschinen für Hosen und automatisierte Systeme, die die Falte vor dem Nähen pressen.
Häufige Saumarten und Probleme
Ein einfacher Saum verwendet eine Stofffalte; ein doppelter Saum verwendet zwei und erzeugt einen stärkeren, eleganteren Anblick. Rollsäume bei leichten Stoffen wie Seide und Chiffon verwenden minimales Material und werden von Hand oder auf speziellen Maschinen gefertigt. Probleme entstehen, wenn die Faltbreite ungleichmäßig ist und sichtbare Unebenheiten am fertigen Kleidungsstück entstehen, oder wenn die Nähspannung falsch eingestellt ist, was zu Kräuselungen oder lockeren Fäden führt. Eine falsche Nadelwahl für die Stoffstärke kann zu übersprungenen Stichen oder Stoffbeschädigungen führen.
Der Name stammt vom Altenglischen hem und bezieht sich auf einen Rand oder eine Kante. In industriellen Umgebungen ist der Saum oft der letzte Schritt vor dem Pressen und Falten. Die Qualitätskontrolle überprüft normalerweise die Saumlänge, die Stichregel und die Nähspannung. Die Kosten für das Säumen sind in der Massenproduktion erheblich, daher verwenden viele preisgünstige Kleidungsstücke schnellere Verfahren wie Covernähte oder verschmolzenes Klebeband statt traditioneller Nähte.
Saummaschinen werden nach Nahttyp klassifiziert: Kettelstich, Kettenstich oder Coverstich. Fadenstärke, Nadelgröße und Maschinengeschwindigkeit müssen an die Stoffdichte und den Faserstoffgehalt angepasst werden. Bei technischen Stoffen wie Polyestergemischen, die in Arbeitsbekleidung verwendet werden, muss der Saum wiederholtes Waschen und industrielle Wäsche bei Temperaturen bis zu 70 Grad Celsius standhalten.