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Arbeitssicherheit

Hot Spot

Englisch: hot spot

Ein Ort mit höherer Temperatur oder Strahlung als die Umgebung.

Hotspot: Bereich, in dem sich Wärme oder Strahlung gefährlich konzentriert

Ein Hotspot ist ein lokalisierter Bereich, in dem die Temperatur oder Strahlungsintensität die Umgebung um einen messbaren Betrag übersteigt. In der Thermografie erscheint dies als heller Bereich vor kühlererem Hintergrund. Hotspots sind wichtig, weil sie Geräteausfälle, Energieverluste oder Sicherheitsrisiken lange vor kritischen Zuständen anzeigen. Sie werden durch Infrarotthermografie, Strahlungsmessungen oder einfache Kontaktthermometer gefunden, je nach Anwendung und Gefahrenklasse.

In elektrischen Anlagen entstehen Hotspots typischerweise an schlechten Verbindungen, korrodierten Klemmen oder überbelasteten Leitern, wo der Widerstand Überhitzung erzeugt. Eine verschraubte Verbindung in einem Speisekabel könnte bei 65 Grad Celsius laufen, während das umgebende Kabel 40 Grad Celsius hat; dieser Unterschied von 25 Grad zeigt eine Verbindung an, die innerhalb von Monaten ausfallen wird, wenn sie nicht repariert wird. Wärmekameras können eine ganze Schaltanlage in Minuten durchsuchen und diese Stellen erkennen, bevor sie Brände oder Lichtbogenfeuer verursachen.

In rotierenden Maschinen erscheinen Hotspots an Wälzlagern, Getriebegehäusen oder Gleitflächengrenzen, wo die Reibung normale Betriebswerte übersteigt. Ein verschlissenes Wälzlager zeigt einen lokalen Temperaturanstieg von 10 bis 30 Grad Celsius über den anderen Lagern an derselben Welle. Ebenso erzeugt eine Blockade einer Kühlleitung im Motorrahmen einen Hotspot hinter der Verstopfung, sichtbar Monate bevor der Kühlmittelfluss vollständig ausfällt.

Strahlung und chemische Exposition

In kerntechnischen und radiologischen Arbeiten bezeichnet Hotspot Bereiche mit erhöhter Radioaktivitätskonzentration. Eine verseuchte Ecke eines Fußbodens oder ein Ausrüstungsteil mit Rückständen radioaktiver Stoffe zeigt Impulse pro Minute in mehreren Größenordnungen über dem Untergrund an. Messungen mit Geigerzählern oder Gammasondern lokalisieren diese, bevor Arbeitnehmer den Bereich betreten. Hotspots an verseuchten Standorten müssen isoliert, dokumentiert und nach behördlichen Schwellwerten saniert werden.

Der Begriff Hotspot wird in der Arbeitshygiene auch lose für Zonen hoher Konzentration von chemischem Dampf, Staub oder Rauch verwendet. Diese benötigen lokale Absaugung oder technische Maßnahmen zum Schutz von Arbeitnehmern in diesen Bereichen. Die Erkennung hängt vom Stoff ab: Flammenionisation für organische Stoffe, kolorimetrische Röhrchen für Ammoniak oder Chlor oder Echtzeitmonitore für übliche Industriegase. Jeder Bereich, der deutlich über dem Zonendurchschnitt liegt, erfordert Untersuchung und Abhilfemaßnahmen.

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