Nachsuche
Englisch: overhaul
Der Prozess nach dem Erlöschen des Feuers, in dem die Feuerwehrleute die Struktur nach Anzeichen heißer Stellen absuchen, die ein Wiederentzünden verursachen könnten.
Innenangriffsphase: Nach den sichtbaren Flammen nach verborgenen Brandherden suchen
Innenangriffsphase ist die systematische Durchsuchung eines Gebäudes nach Brandmeldung Feuer aus, um versteckte Glutnester, Brandmaterial in Wänden, Böden oder Hohlräumen sowie Glutreste zu finden und zu löschen, die Stunden oder Tage später wieder aufflammen können. Es ist die kritische Phase, die verhindert, dass ein Feuer wieder aufbricht, nachdem die Feuerwehr den Einsatzort verlassen hat oder ihre Wachsamkeit nachlässt.
Der Prozess umfasst das Öffnen von verborgenen Räumen: Wände werden mit Äxten oder Sägen durchbrochen, Bodenbeläge werden aufgerissen, Deckenmaterialien werden herabgerissen und gelagerte Materialien werden bewegt und untersucht. Feuerwehrleute nutzen Wärmebildkameras, um Temperaturunterschiede zu erkennen, die für das bloße Auge unsichtbar sind, und Sondierungswerkzeuge oder ihre Hände, um tiefe Hitze in Trümmern und baulichen Hohlräumen zu prüfen. Wasser- oder Nebelstrahlen werden gezielt angewendet, um Glutnester zu kühlen, ohne zusätzliche Schäden zu verursachen.
Die Rolle der Innenangriffsphase in der Feuerwehrarbeit
Die Innenangriffsphase beginnt erst nach Kontrolle des Hauptbrandes und wenn das Gebäude für Innenarbeiten ohne unmittelbares Einsturzeinsatz-Risiko als sicher gilt. Sie erfolgt in der Aufräumphase nach dem Einsatzangriff und ist für die Schadenverhütung ebenso wichtig wie die erste Brandbekämpfung. In großen gewerblichen Gebäuden kann die Innenangriffsphase Stunden dauern und das Entfernen großer Teile von fertigen Oberflächen und Inhalten erfordern.
Der Begriff stammt aus der Schifffahrt, wo er die vollständige Überprüfung und Instandsetzung eines Schiffs nach intensiver Nutzung oder Beschädigungen beschreibt und später auf eine gründliche, umfassende Untersuchung übertragen wurde. In Industriebetrieben mit brennbaren Materialien kann die Innenangriffsphase aufzeigen, wie ein Feuer sich ausgebreitet hat, was sowohl die Branduntersuchung als auch die Prävention für zukünftige Vorkommnisse an diesem Standort informiert.
Die Innenangriffsarbeit setzt Feuerwehrleute atemschutzgefährdenden Stoffen aus Rauch und Verbrennungsnebenprodukten aus, die beim Öffnen entstehen, struktureller Instabilität, da tragende Elemente beeinträchtigt werden, und dem schlichten Erschöpfungszustand durch schwere körperliche Arbeit in kompletter Schutzausrüstung in einem beschädigten Gebäude. Angemessene Belüftung und fortlaufende Standsicherheitsprüfungen sind während des gesamten Einsatzes erforderlich.