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Energie und Versorgung

Jumper

Englisch: jumper

Ein abnehmbarer Verbindungsstift auf einer elektronischen Leiterplatte.

Jumper: ein Stift, der Schaltungsverbindungen überbrückt

Ein Jumper ist eine kleine Metallbrücke, üblicherweise aus verzinntem Kupfer, die zwei Stifte auf einer Leiterplatte oder einem Bedienfeld verbindet. Er stellt eine Schaltungsverbindung her oder wählt zwischen alternativen Konfigurationen, ohne dass Löten oder Platinenmaterial erforderlich ist. Der Metallkontakt sitzt auf einem Paar Headerstiften mit 0,1 Zoll (2,54 mm) Abstand und kann von Hand aufgesteckt und abgezogen werden.

In der Stromverteilung und Energieversorgungseinrichtungen werden Jumper verwendet, um Schutzeinstellungen zu konfigurieren, Spannungsbereiche auszuwählen oder bestimmte Schaltungszweige freizugeben. Ein Schaltfeld in einer Umspannstation kann Jumper nutzen, um die Auslöseschwelle eines Überstromrelais einzustellen oder Signale zwischen verschiedenen Schutzbereichen weiterzuleiten. Da Jumper zerstörungsfrei und reversibel sind, können Techniker das Geräte vor Ort verändern, ohne neue Leiterplatten zu bestellen oder spezialisierte Reparaturdienste zu rufen.

Die Jumper-Konfiguration ist auf der Platine selbst oder in gedruckten Schaltplänen dokumentiert, die mit dem Gerät geliefert werden. Der Beschriftungsdruck zeigt typischerweise J1, J2 und so weiter, mit Text daneben, der angibt, welche Funktion jede Position steuert. Offene Stifte (kein Jumper installiert) stellen üblicherweise einen Zustand dar, während kurzgeschlossene Stifte einen anderen darstellen. Ein falsch platzierter Jumper ist eine häufige Fehlerquelle bei der Inbetriebnahme vor Ort und bei rätselhaften Gerätefehlern.

Physische Varianten und Langzeitbeständigkeit

Der grundlegende Jumper ist eine einfache Zweipin-Brücke; manche Ausführungen haben drei oder mehr Stifte, um zwischen mehreren Zuständen zu wählen. Der Metallkontakt muss Korrosion widerstehen und über längere Zeit niedrigen Widerstand halten; Kupferoxidation oder lockeres Aufstecken kann zu intermittierenden Fehlern führen, die schwer zu diagnostizieren sind. In Industrieumgebungen mit Vibration oder Temperaturwechseln können Jumper lockern und erfordern regelmäßiges Nachdrücken.

Der Begriff Jumper leitet sich wahrscheinlich von seiner Funktion ab, eine Verbindung über einen Spalt hinweg zu überbrücken. Obwohl diese Technologie Jahrzehnte alt ist und in modernen Geräten weitgehend durch softwarekonfigurierbare Elektronik ersetzt wurde, sind Jumper in älteren Energieversorgungssystemen, Schutzrelais und Geräten mit Offline-Programmierung noch weit verbreitet. Sie tauchen weiterhin in neuen Geräten auf, wenn einfache, ausfallsichere Feldkonfiguration Software-Menüs und Inbetriebnahmewerkzeugen vorgezogen wird.

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