Kilokelvin
Englisch: kilokelvin
SI-Einheit der Temperatur, gleich 10³ Kelvin. Zeichen: kK
Kilokelvin: 1.000 Kelvin, geschrieben kK
Das Kilokelvin (kK) ist eine metrische Einheit der absoluten Temperatur und entspricht 1.000 Kelvin. Es wird in der Metrologie und Materialsprüfung überall dort verwendet, wo Ofentemperaturen, thermische Prozesse oder Strahlungssignaturen im Bereich von Tausenden Kelvin gemessen werden. Das Formelzeichen ist kK. Da ein Kelvin bereits klein im Vergleich zu industriellen Wärmequellen ist, bietet das Kilokelvin eine saubere Möglichkeit, extrem hohe Temperaturen ohne Nullen am Ende oder wissenschaftliche Notation auszudrücken.
Ein Kilokelvin entspricht 726,85 Grad Celsius oder ungefähr 1.340 Grad Fahrenheit. Bei 1 kK beginnen Materialien sichtbar rot zu glühen; bei 2 kK strahlen sie gelbes Licht aus; bei 3 kK und darüber verschiebt sich die Farbe ins Weiße. Diese Temperaturen sind in Lichtbogenöfen, Tiegeln zum Metallgießen, Labormuffle-Öfen und Wärmekammern üblich. Spektralanalyse und Pyrometrie geben Ergebnisse in Kilokelvin-Einheiten an, wenn die Farbtemperatur heißer Körper gemessen wird.
Verwendung in Normen und Kalibrierung
Kilokelvin kommt in Kalibrierstandards für Temperatursensoren über 1.273 K (1 kK) vor. Fest-Punkt-Schwarzkörper-Öfen, Wolframband-Lampen und standardisierte Wärmequellen werden in ISO- und NIST-Richtlinien in Kilokelvin-Werten angegeben. Ein optisches Pyrometer oder Infrarot-Thermometer zur Überprüfung der Ofenleistung zeigt sein Messergebnis oft in kK an, wenn es im Bereich über 1.000 K arbeitet, besonders in europäischer und japanischer Industriepraxis.
Der Hauptvorteil der Einheit liegt in ihrer Kürze in technischen Dokumenten und ihrer Handlichkeit bei Berechnungen. Ein Ofen bei 1,8 kK wird sofort als 1.800 K verstanden, ohne mentale Umrechnung. Sie passt auch natürlicherweise zwischen das Kelvin (verwendet für Umgebungs- und Kryoarbeiten) und das Megakelvin (selten verwendet, hauptsächlich in Astrophysik und Plasmaphysik). In den meisten industriellen Zusammenhängen bleibt das Kelvin jedoch vorherrschend; Kilokelvin ist am häufigsten in der Hochtemperaturmaterialforschung, in Wärmebehandlungszertifizierungen und in Inbetriebnahmeberichten für Öfen anzutreffen.