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Arbeitssicherheit

LACES

Akronym für Ausschau, Verankerungspunkte, Kommunikation, Fluchtwege, Sicherheitszonen.

LACES: Die Fünf-Punkte-Checkliste gegen Todesfälle in engen Räumen

LACES ist ein hierarchisches Sicherheitsprotokoll für die Arbeit in engen Räumen, also Räumen, die zwar betreten werden können, aber begrenzte Ein- und Ausgangs­möglichkeiten, schlechte Belüftung oder eine Bauweise aufweisen, die nicht für Daueraufenthalte vorgesehen ist. Das Akronym steht für Lookouts, Anchor Points, Communications, Escape Routes und Safety Zones. Es funktioniert als ein Überprüfungssystem vor dem Eintritt: Bevor ein Arbeiter einen Tank, ein Silo, eine Kammer oder einen Schacht betritt, muss das Team alle fünf Elemente bestätigen. LACES ist keine optionale Dokumentation; es ist ein Kontrollablauf, der nachweislich die Sterblichkeit in Branchen gesenkt hat, in denen das Betreten enger Räume regelmäßig vorkommt.

Lookouts sind dedizierte Personen, die außerhalb des Raums stationiert sind und ständigen visuellen und verbalen Kontakt mit den Arbeitern im Raum halten. Ein Lookout führt während des Eintritts keine anderen Tätigkeiten aus. Anchor Points sind feste Konstruktionselemente, die das Gewicht eines Rettungsgeschirrs und einer Leine sicher ohne Versagen oder Verrutschen tragen können; improvisierte Befestigungen sind Ursache vieler Todesfälle, deren Vermeidung diese LACES-Verfahren bezwecken. Verankerungspunkte müssen wo erforderlich einer Lastprobe unterzogen und zertifiziert werden.

Communications bedeutet ein bidirektionales System, das zuverlässig in der Umgebung des engen Raums funktioniert. Funksignale fallen in Metalltanks aus; Seildatensysteme oder leitungsgebundene Telefone können notwendig sein. Arbeiter müssen jederzeit eindeutig ein Notfaldsignal oder ein Abbruchsignal geben können. Escape Routes sind vorab identifizierte, unversperrte Wege oder Rettungsmechanismen, die es einem Arbeiter ermöglichen, den Raum schnell aus eigener Kraft oder mit fremder Hilfe zu verlassen. Bei Notfällen hat ein einzelner blockierter Ausgang viele Räume versiegelt.

Safety Zones sind ausgewiesene Bereiche außerhalb des engen Raums, wo sich Arbeiter sammeln können, wo Rettungsausrüstung bereitgestellt wird und wo medizinische Behandlung bei Bedarf durchgeführt werden kann. Diese Bereiche müssen frei von Verkehr, elektrischen Gefahren und anderen Baustellen­aktivitäten sein.

LACES entstand in den USA aus Bestimmungen, die von OSHA entwickelt wurden, und wurde in den Standard Permit-Required Confined Spaces (29 CFR 1910.146) aufgenommen. Es wird nun weltweit angewendet und ist zum gemeinsamen Standard für Sicherheitsteams in engen Räumen geworden. Das Akronym dient als Gedächtnisstütze, fungiert aber auch als Arbeitsablauf; Teams gehen physisch vor dem Eintritt alle Elemente durch. Fehler bei einem Punkt bedeuten, dass der Eintritt nicht stattfindet. Das Protokoll ist am kritischsten in Branchen wie Abwasserbehandlung, petrochemische Lagerung, Bauwesen und Fertigung, in denen die Arbeit in engen Räumen häufig genug anfällt, dass Unbedachtsamkeit zu einer anerkannten Gefahr wird.

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