Waschbecken
Englisch: lavatory
Ein Behälter oder eine Vorrichtung zum Waschen.
Waschbecken: die Waschstation für Hände und Werkzeuge auf dem Produktionsgelände
Ein Waschbecken in der Fertigung ist eine feststehende Waschstation, üblicherweise an der Wand oder auf einem Standfuß montiert, mit fließendem Wasser und Seife versorgt. Sie dient dazu, Öl, Metallspäne, Chemikalienrückstände und andere Verschmutzungen von Händen, Unterarmen und kleinen Werkzeugen zu entfernen, bevor Arbeiter die Produktionshalle verlassen oder in Pausenbereiche gehen. Die Einrichtung ist in den meisten Rechtsprechungen eine gesetzliche Anforderung; Betriebe müssen eine Station in zumutbarer Gehweite von jedem Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, an dem Mitarbeiter Materialien handhaben, die die Haut verschmutzen.
Industrielle Waschbecken gibt es in mehreren Ausführungen. Wandmontierte Modelle sparen Bodenfläche und entwässern über im Boden verlegte Abflussrohre. Standfußgeräte sind unabhängig von der Wandinfrastruktur, benötigen aber mehr Stellfläche. Viele verfügen über Fuß- oder Bewegungsmelder-Armaturen, um Kreuzkontamination zu minimieren, da das Anfassen eines Griffes nach dem Waschen den Sinn verfehlt. Einige haben integrierte Seifenspender und Papiertuchhalter. In der schweren Fertigung verhindern tiefe Becken und großvolumige Abflüsse Überläufe, wenn Arbeiter Schüttgut oder getrocknete Materialreste abspülen.
Materialien und Leistung
Industrielle Waschbecken werden üblicherweise aus Edelstahl oder hochwertig emailliertem Gusseisen gefertigt, um Korrosion durch saure Kühlmittel, alkalische Reiniger und Salzsprühnebel in Küstengebäuden zu widerstehen. Das Becken ist meist zum zentralen Abfluss hin geneigt mit einem Auslauf von etwa 25 bis 38 mm Durchmesser, um Schmutz und Späne abzuleiten. Wassertemperatur ist praktisch relevant: kaltes Wasser zieht die Poren zusammen und hinterlässt Öl auf der Haut, während warmes Wasser (etwa 43 bis 49 Grad Celsius) Fette besser löst. Allerdings müssen Versorgungssysteme einen Verbrühungsschutz haben, um Verletzungen auszuschließen.
Wartungsprobleme entstehen, wenn Abflusssiebe Metallspäne oder getrocknete Klebstoffe auffangen und so Stagnation und Geruchsbildung entstehen. Der Überlauf, falls vorhanden, kann durch Seifenschaum blockiert werden. In Betrieben, in denen Arbeiter mit reaktiven Stoffen wie Kalkstaub oder bestimmten Epoxiden umgehen, muss das Waschbecken so dimensioniert und positioniert sein, dass der Arbeiter es schnell erreicht, falls es zu Hautkontakt kommt. Das ist eine Sicherheits- und Haftungsfrage, nicht nur eine Bequemlichkeit.
Der Begriff "Waschbecken" stammt vom lateinischen lavatorium (ein Ort zum Waschen). In der Fertigung unterscheidet es sich von einer Notfalldusche oder Augenspülstation, die zum raschen Spülen des ganzen Körpers oder des Gesichtes nach Kontakt mit Gefahrstoffen ausgelegt sind. Ein Waschbecken ist Routine-Hygieneausstattung; eine Dusche oder Augenspülstation ist Notfalltechnik.