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Fertigung

MB

Abkürzung von make bobble.

MB: absichtlich erzeugte Oberflächenstruktur durch gezieltes Aufrauen der Fasern

MB oder Bobble machen bedeutet, während der Veredelung absichtlich kleine Knoten oder Faserbüschel auf der Stoffoberfläche zu erzeugen. Der Maschinenführer nutzt eine Maschine mit rotierenden Bürsten, Karden oder Drähten, die Fasern aus dem Grundstoff aufgreifen und hochziehen, um sie dann in kleine aufstehende Kügelchen zu verdrehen oder zu verwickeln. Diese Bobbles bleiben auf der Stoffoberfläche verankert und erzeugen eine strukturierte, oft körnig wirkende Oberfläche. Das Verfahren ist am weitesten verbreitet in Woll- und Baumwollstoffen, besonders in Strickware und Decken.

Das Verfahren unterscheidet sich vom Rauen, das Fasern gleichmäßig aufrichtet und eine weiche Florfläche schafft. Bei MB ist die Aufraueraktion aggressiver und örtlich begrenzt und erzeugt sichtbare dreidimensionale Cluster statt einer glattenFlorfläche. Die Dichte und Größe der Bobbles hängen vom Drahtdurchmesser der Bürste, der Maschinengeschwindigkeit und der Faserlänge sowie der Kräuselung des Grundgarns ab. Merinowolle und kurzstapelige Baumwolle erzeugen ausgeprägtere Bobbles als langstapelige Fasern.

Bobbles können sich ablösen, wenn die Verankerung schlecht ist, besonders wenn das Grundgewebe zu offen ist oder das Garn nicht genug Kräuselung hat, um die verdrillten Fasern zu halten. Zu aggressive Maschineneinstellungen reißen die Fasern ab, statt sie zu verwickeln, und hinterlassen kahle Stellen. Nasses oder feuchtes Gewebe widersteht dem Bobble-Prozess, weil Feuchtigkeit die Fasern aufweicht und die Reibung verringert. Kunstfasern sind schwierig gleichmäßig zu bobble, weil ihnen die natürliche Griffigkeit von Wolle oder Zellulose fehlt.

Der Begriff Bobble kommt vom Verb to bobble, was bedeutet, sich schnell zuckend auf und ab zu bewegen. Historisch wurde dieser Effekt auf Wollstoffen durch handwerkliches Karden oder Bürsten erzeugt; moderne MB-Maschinen automatisieren, was einst mühsame Handarbeit war. Die Abkürzung ist Standard in der Mühlen- und Veredelungsfachterminologie, obwohl der vollständige Begriff im alltäglichen Sprachgebrauch selten verwendet wird.

MB wird in technischen Spezifikationen nach Fasertyp, Bobble-Dichte (gezählt pro Quadratzoll oder Quadratzentimeter) und Höhe (gemessen in Millimetern) angegeben. Es ist sowohl eine funktionale Ausrüstung, die Isolierung und Saugfähigkeit erhöht, als auch eine ästhetische, die dem Stoff einen ausgeprägten Griff verleiht. Einige Märkte fordern intensive MB-Veredelung; andere erfordern minimales Bobbling, um die Garncharakteristik und den Glanz zu bewahren.

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