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Elektrotechnik

McIntire-Verbindung

Englisch: McIntire joint

Elektrische Verbindung, die mittels einer Muffe (doppeltes Kupferrohr zu diesem Zweck) gespleißt wird.

McIntire-Verbindung: eine kupfergemanschettete Drahtspleißung für Niederspannungsschaltungen

Eine McIntire-Verbindung ist eine mechanische Spleißung, bei der die abisolierten Enden zweier Leiter in entgegengesetzte Enden eines kurzen Kupferrohrs (der Muffe) eingefügt werden. Anschließend wird die Muffe radial um beide Drähte zusammengepresst, um eine dauerhafte Verbindung herzustellen. Das Rohr besteht typischerweise aus weichem Kupfer, ist etwa 0,5 bis 1 Zoll lang (je nach Drahtquerschnitt) und hat einen Innendurchmesser, der gerade groß genug ist, um die Leiterende nebeneinander oder hintereinander aufzunehmen. Nach dem Zusammenpressen mit einem speziellen Werkzeug oder in einem Schraubstock greift das verformte Kupfer die Drähte durch Reibung und Flächenkontakt.

Diese Verbindung war in der Elektroinstallation vom späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert verbreitet, besonders in Telegraphie-, Telefonie- und frühen Stromverteilungsanlagen im Niederspannungsbereich. Der Name findet sich in älteren Elektrofachbüchern und technischen Nachschlagewerken, ist aber bei neuen Installationen heute kaum noch anzutreffen. Praktiker stoßen auf McIntire-Verbindungen hauptsächlich bei der Modernisierung alter Gebäude oder historischer Elektrosysteme.

Leistung und Ausfallverhalten

Die Festigkeit der Verbindung hängt vollständig von der Qualität des Pressvorgangs und dem Zustand der Kupfermuffe ab. Eine fachgerecht hergestellte Verbindung kann Strom mit minimalem Übergangswiderstand tragen und besitzt ausreichende mechanische Festigkeit für viele historische Anwendungen. Verschleiß tritt auf, wenn das Kupfer an den Kontaktflächen oxidiert, der Widerstand zunimmt und bei Stromfluss Wärmeverluste entstehen. Vibrationen und thermische Wechselbelastungen können auch dazu führen, dass die Muffe lockert und die Verbindung weiter verschlechtert. Das Fehlen eines Korrosionsschutzes (im Gegensatz zu modernen Schrumpfschlauch- oder Löt­verbindungen) macht diese Spleiße in feuchter Umgebung anfällig.

Die McIntire-Verbindung gehört zu einer Familie mechanischer Spleiße, die dem Löten und Crimpern als dominierende Verfahren vorangingen. Sie benötigte weder Lötmittel, Flussmittel noch Wärmequelle, was Feldarbeiten in einer Zeit praktikabel machte, bevor tragbare Lötgeräte Standard waren. Sie erforderte jedoch ein spezielles Werkzeug und geschickte Handhabung, bot aber keine sichtbare Kontrolle der Verbindungsqualität. Moderne Elektroinstallationsnormen gestatten McIntire-Verbindungen bei Neuanlagen nicht; sie werden nur als bestehende Installationen für Wartung oder Austausch angetroffen.

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