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Transport und Logistik

Flugmeile

Englisch: mile

Meile in einem Vielfliegerprogramm einer Fluggesellschaft.

Meile: eine Prämienwährung in Flugprogrammen

Eine Flugmeile ist eine von Fluggesellschaften an Vielfliegendenausgegebene Rechnungseinheit, typischerweise eine Meile pro geflogene Statute Mile, wobei die Verdienstsätze je nach Kabin, Route und Partnerschaftsverträge variieren. Diese Meilen sammeln sich auf dem Konto eines Kunden an und können gegen Flugtickets, Sitzplatzupgrades, Hotelübernachtungen, Mietwagen oder Waren über das Partnernetz der Fluggesellschaft eingelöst werden. Die Programme sollen Wechselkosten schaffen und wiederholte Kundenbeziehungen in einer Branche fördern, in der der Preiswettbewerb intensiv und gewinnmarginempfindlich ist.

Die Funktionsweise ist einfach: Ein Fluggast, der 500 Meilen in der Economy Class auf einer inländischen Strecke in den USA fliegt, verdient ungefähr 500 Basismeilen, obwohl Elitemitglieder, Kreditkarteninhaber und diejenigen, die Premium-Kabinen buchen, mit höheren Multiplikatoren verdienen. Ein Business-Class-Flug über den Atlantik kann je nach Entfernung und Multiplikator-Status 5.000 bis 15.000 Meilen einbringen. Fluggesellschaften vergeben auch Meilen für Hotelbuchungen, Mietwagen und Kreditkartenausgaben über ihre Treue-Partner, was einen sekundären Einnahmestrom schafft, der das Programm subventioniert.

Einlösung und Programmabläufe

Die Einlösungsstrukturen haben sich von entfernungsgebunden (feste Meilen pro Route) zu dynamischer Preisgestaltung verschoben, bei der die Verfügbarkeit von Prämien und Kosten in Meilen wie Cash-Tarife schwanken. Ein einfaches Ticket in der inländischen Economy Class könnte je nach Nachfrage, Route und Jahreszeit 7.500 bis 15.000 Meilen kosten. Prämien in Premium-Kabinen erfordern typischerweise 40.000 bis 150.000 Meilen pro Strecke für Business Class über den Atlantik. Partner in der Hotellerie und bei Mietwagenfirmen bieten feste Einlösungssätze an: typischerweise 10.000 Meilen pro Hotelübernachtung oder Mietwagentag, obwohl diese Bewertungen selten dem Cash-Äquivalent entsprechen, das ein Kunde unabhängig aushandeln könnte.

Aus Sicht der Fluggesellschaft stellt jede Meile aufgeschobene Einnahmen und eine Bilanzverbindlichkeit dar. Wenn ein Kunde Meilen direkt kauft (üblich bei Verkaufsförderungen), ist das reiner Gewinn. Wenn Meilen durch das Fliegen verdient werden, sind die Kosten vernachlässigbar, da der Sitzplatz ohnehin geflogen wurde. Die echten Kosten entstehen, wenn Einlösungen hochmargige Plätze aufzehren, die zum vollen Barpreis hätten verkauft werden können, oder wenn Fluggesellschaften Meilen zu Großhandelspreisen zurückkaufen müssen, um Einlösungen schneller als erwartet zu erfüllen. Deshalb verwalten Fluggesellschaften die Verfügbarkeit von Prämien und Routenbeschränkungen genau.

Die Programmwirtschaft ist im letzten Jahrzehnt rauer geworden. Award Charts wurden abgeschafft, Entweertung ist Routine, und die Kaufkraft von Meilen ist in realen Begriffen gesunken. Eine Meile, die 2010 verdient wurde, war mehr Cent pro Meile wert als eine heute verdiente. Dennoch sehen häufig fliegende Geschäftsreisende auf Spesenkonto und Elite-Mitglieder, die genug fliegen, um Premium-Vorteile freizuschalten, Meilen als wirtschaftlich bedeutsam an. Für gelegentliche Freizeitfliegende funktionieren die Programme hauptsächlich als reibungsloses Treueprogramm und nicht als echte Alternativwährung.

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