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Transport und Logistik

Traktion

Englisch: traction

Gesamtheit der Lokomotiven einer Eisenbahn, besonders der Elektrolokomotiven.

Zugkraft: die Lokomotiven, die Fracht und Personen befördern

Im Eisenbahnbetrieb bezeichnet Zugkraft die Flotte der Lokomotiven, die einem Eisenbahnunternehmen oder einem Verkehrsbetrieb zur Verfügung stehen. Der Begriff wird kollektiv verwendet, ähnlich wie ein Schifffahrtsunternehmen von seiner "Tonnage" spricht, um die Gesamtladekapazität zu meinen. Eine typische moderne Güterbahn betreibt Zugkraft von älteren Diesel-Elektro-Lokomotiven mit einer Leistung von 3.000 PS bis zu modernen AC-Lokomotiven mit 4.400 PS oder mehr. Personenverkehrsbetriebe halten separate Zugkraft, die für Geschwindigkeit und häufige Anfahrten optimiert ist, oft elektrische Einheiten in städtischen Netzen.

Das Wort bleibt teilweise aus historischen Gründen in Gebrauch. Anfang des 20. Jahrhunderts unterschied der Begriff "elektrische Zugkraft" bei der Umstellung der Eisenbahnen von Dampf- auf elektrische Lokomotiven in Europa und Teilen Nordamerikas diese modernen Maschinen von ihren kohlebetriebenen Vorgängern. Eisenbahnfachleute und Betriebsleiter verwenden "Zugkraft" noch immer als Kurzform, wenn sie über Lokomotivenverfügbarkeit, Wartungspläne und den Einsatz im Netz diskutieren.

Zugkraftklassen und Spezialisierung

Unterschiedliche Strecken und Frachtarten erfordern unterschiedliche Zugkraft. Eine Strecke, die schwere Erze oder Kohle von Minen zu Häfen befördert, benötigt Lokomotiven mit hoher Haftwirkung und niedrigerer Geschwindigkeit, manchmal mit einer Zugkraft von 100.000 Pfund auf den Schienen ausgelegt. Container- und allgemeiner Güterbetrieb bevorzugen schnellere, sparsame Einheiten. S-Bahn-Zugkraft muss häufiges Beschleunigen und Bremsen über kurze Strecken bewältigen, was für elektrische Mehrfacheinheiten oder Diesel-Elektro-Lokomotiven mit schneller Drosselreaktion spricht.

Die Auslastungsquoten spielen in der Eisenbahnwirtschaft eine erhebliche Rolle. Eine gut verwaltete Zugkraftflotte arbeitet mit 80 bis 90 Prozent Verfügbarkeit, d. h., dieser Anteil der Lokomotiven ist an einem beliebigen Tag tatsächlich im Erwerbsbetrieb im Einsatz; die übrigen befinden sich in Wartung, Reparatur oder im Transit zu neuen Einsatzorten. Untergenutzte Zugkraft belastet die Betriebsmarge. Umgekehrt führt zu wenig Zugkraft zu Verspätungen und Verweilgebühren, wenn Züge auf Lokomotiven warten müssen.

Der Begriff kommt in Alltagsgesprächen außerhalb des Eisenbahnbetriebs selten vor. Frachtmakler, Intermodal-Betreiber und Hafenbehörden sprechen stattdessen von "Lokomotiven" oder "Leistung". Aber Aufsichtsfilings, interne Eisenbahndokumente und langfristige Planungspapiere beziehen sich routinemäßig auf Zugkraftbestände, Zugkraftbedarf und Zugkraftzustand, was es zur unverzichtbaren Fachvokabel für jeden macht, der Eisenbahnvermögen verwaltet oder analysiert.

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