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Industrieelektronik

MMC

Abkürzung für MultiMediaCard, ein MultiMediaCard-Speichergerät.

MMC: Flash-Speicherkarte für eingebettete Systeme

Eine MultiMediaCard (MMC) ist ein Solid-State-Speichergerät in der Größe einer Briefmarke, das in eine Buchse gesteckt wird, um digitale Daten zu speichern. Sie nutzt Flash-Memory-Zellen zur Datenspeicherung ohne Stromversorgung und eignet sich für tragbare Geräte, Industrie-Datenlogger und eingebettete Systeme, bei denen Platzersparnis und Zuverlässigkeit wichtig sind. Die Karte selbst enthält einen Controller-Chip und Speichermodule hinter einer vergoldeten Kontaktschnittstelle.

MMC-Karten gibt es in Standardkapazitäten von 64 MB bis 2 GB, wobei frühere Versionen noch darunter lagen. Die Karte misst 32 mal 24 Millimeter und passt in dedizierte Slots in Kameras, Audiorecordern, medizinischen Instrumenten und Datenerfassungshardware. Anders als SD-Karten, die MMC in vielen Consumer-Anwendungen verdrängt haben, ist MMC in Industriegeräten geblieben, wo die Schnittstelle während der Konstruktion festgelegt wurde.

Schnittstelle und elektrische Eigenschaften

Die MMC-Schnittstelle verwendet eine sieben- oder neunpolige Kontaktanordnung für Stromversorgung, Masse, Takt, Befehle und Datensignale. Die Datenübertragungsraten hängen von der Kartenvariante und dem Controller ab: ältere Karten arbeiteten mit 20 Mbps, schnellere Varianten erreichten 52 Mbps. Die elektrischen Toleranzen sind eng, weshalb abgenutzte Kontakte oder verbogene Pins zu Lesefehlern oder kompletten Ausfallerscheinungen führen. Die Karten arbeiten bei 2,7 bis 3,6 Volt, was Strombudgets in batteriebetriebenen Geräten begrenzt.

Die Hauptschwäche der MMC ist ihre Anfälligkeit für mechanische Belastung und Verschleiß. Wiederholtes Einstecken und Herausziehen verschleißt die vergoldeten Kontakte; Korrosion durch Feuchte verkürzt die Lebensdauer. Industrieanwendungen löten MMC-Chips oft direkt auf Leiterplatten, um die Buchse ganz zu vermeiden. Datenbeschädigungen können auftreten, wenn während eines Schreibvorgangs die Stromversorgung ausfällt. Systeme mit kritischen Logging-Anforderungen verwenden daher Kondensatoren oder Redundanz zum Schutz vor plötzlichen Ausfällen.

MMC nimmt heute eine unbequeme Position ein. Sie wurde durch microSD-Karten in Mobilgeräten und SD-Karten in Kameras verdrängt, bleibt aber in Legacy-Industriehardware und in spezialisierter Automobil- und Medizintechnik vorhanden. Die Verfügbarkeit neuer Karten ist schwieriger geworden, da Hersteller den Markt verlassen. Für Ingenieure, die Geräte aus den 2000er und 2010er Jahren warten, bleibt das Verständnis von MMC unerlässlich; für Neuentwicklungen bieten Solid-State-Drives oder microSD über USB-Adapter bessere Unterstützung und Langzeitfunktionsfähigkeit.

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