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Kfz-Technik

Passivschutzsystem

Englisch: passive restraint

Eine Vorrichtung wie ein Airbag, die bei Bedarf automatisch ausgelöst wird, um den Insassen zu schützen.

Passive Rückhaltesystem: Schutz, der von selbst wirkt

Ein passives Rückhaltesystem ist eine Sicherheitsvorrichtung, die bei einem Unfall automatisch auslöst, ohne dass der Insasse etwas tun muss. Anders als aktive Rückhaltesysteme wie Sicherheitsgurte, die man manuell anlegen muss, aktivieren sich passive Systeme wie Airbags und Gurtstraffer von selbst, wenn Sensoren eine schnelle Verzögerung oder einen Aufprall erkennen. Sie dämpfen die Bewegung des Insassen ab und verringern die Schwere von Verletzungen.

Airbags sind das häufigste passive Rückhaltesystem in modernen Fahrzeugen. Ein Frontairbag entfaltet sich typischerweise innerhalb von 25 bis 50 Millisekunden nach einem schweren Frontalaufprall und bläst sich auf sein Volumen auf, etwa 60 Liter für eine Fahrerseite-Einheit, mit Hilfe eines chemischen Treibstoffs oder Druckgases. Seitenaufprall- und Vorhangairbags schützen Oberkörper und Kopf bei Seitenkollisionen. Einige Systeme nutzen mehrere Stufen und zünden mit unterschiedlicher Kraft, je nachdem welche Unfallschwere Beschleunigungsmesser und Drucksensoren erkennen.

Passive Rückhaltesysteme funktionieren am besten in Kombination mit aktiven Systemen. Ein Sicherheitsgurt allein kann Kopf- und Brustverletzungen bei hohen Aufprallgeschwindigkeiten nicht vollständig verhindern; Airbags absorbieren Energie, indem sie eine kontrollierte Entlüftung ermöglichen, während der Körper des Insassen in den Airbag drückt. Umgekehrt können Airbags Gliedmaßen nicht halten oder Auswurf verhindern. Diese gegenseitige Ergänzung ist der Grund, warum moderne Fahrzeuge beide Systeme funktionsfähig haben müssen.

Häufige Ausfallstellen und Wartung

Airbagsysteme fallen auf verschiedene Weise unbemerkt aus. Sensorkorrosion, Verdrahtungsfehler und Software-Fehler in der Steuereinheit können das Auslösen im Bedarfsfall verhindern. Viele Ausfälle werden erst erkannt, wenn die Kontrollleuchte im Armaturenbrett aufleuchtet. Das passiert nur, wenn die Selbstdiagnose des Systems einen größeren Fehler erkennt. Ersatz-Airbagsysteme sind teuer, und Aftermarket- oder Ersatzbauteile werden manchmal ohne richtige Kalibrierung auf das Fahrzeuggewicht und die Sensorkonfiguration eingebaut, was die Zuverlässigkeit beeinträchtigt.

Der Begriff passiv unterscheidet diese Systeme von den aktiven Entscheidungen des Fahrers: den Gurt anlegen, die Sitzposition anpassen oder bremsen. In der Regelsprache erfüllen passive Rückhaltesysteme bundesstaatliche Standards wie FMVSS 208 in den USA, die Auslösezeitpunkt, Aufblasedruck und Insassenschutzkriterien unter verschiedenen Testbedingungen und Dummy-Größen festlegen.

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