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Kfz-Technik

PI

Abkürzung für Saugrohreinspritzung (Kraftstoffeinspritzung).

PI: Kraftstoffzerstäubung direkt am Einlassventil

Saugrohreinspritzung (PI) führt Kraftstoff dem Einlasskanal jedes Zylinders zu, unmittelbar vor dem Einlassventil. Der Kraftstoff zerstäubt beim Eintritt in die angesaugte Luftladung und vermischt sich, bevor er die Brennkammer erreicht. Dies unterscheidet sich von der Drosselklappeneinspritzung, die Kraftstoff zentral ins Ansaugrohr sprüht, und von der Direkteinspritzung, die Kraftstoff direkt in den Zylinder sprüht.

PI-Systeme arbeiten typischerweise bei Kraftstoffdrücken zwischen 35 und 65 psi, deutlich niedriger als die 1.500 bis 2.000 psi bei Direkteinspritzung. Jede Einspritzdüse ist ein solenoidgesteuertes elektromagnetisches Ventil, das sich mehrmals pro Motorzyklus öffnet und schließt und so eine feinen Nebel erzeugt. Das System arbeitet mit einer mechanischen oder elektrischen Kraftstoffpumpe, einem Druckregler und einer Kraftstoffschiene, die alle Einspritzdüsen gleichzeitig oder in einer präzise gesteuerten Reihenfolge mit Druck versorgt.

Warum sich Saugrohreinspritzung zur Norm entwickelt hat

Saugrohreinspritzung ersetzte während der 1980er und 1990er Jahre die Vergaserkraftstoffversorgung in den meisten Straßenfahrzeugen, weil sie besseren Kraftstoffverbrauch, niedrigere Emissionen und konsistentere Verbrennung über unterschiedliche Motordrehzahlen und Lasten hinweg ermöglichte. Das Einlassventil selbst hilft dabei, den Kraftstoffstrahl zu zerlegen und in den Zylinder zu lenken. Da die Einspritzdüse die heiße Brennkammer nie berührt, bildet sich Kohlenstoff auf Einlassventilen langsamer als in Vergasern, obwohl sich im Laufe der Zeit noch immer Ablagerungen ansammeln.

Häufige Ausfallmechanismen sind Einspritzdüsenverstopfung (durch Verunreinigungen im Kraftstoffsystem oder verdorbenes Benzin), Korrosion am elektrischen Stecker und undichte Dichtungen. Eine offene Einspritzdüse überschwemmt ihren Zylinder mit Überschusskraftstoff; eine geschlossene starves ihn. Moderne Motoren setzen mehrfache Einspritzungen pro Zyklus und variablen Kraftstoffdruck ein, um die Verbrennungsphase zu optimieren und die Stickoxidemissionen zu senken.

Direkteinspritzung hat in den letzten Jahren an Boden gewonnen, besonders in aufgeladenen Motoren, weil sie höhere Verdichtungsverhältnisse und schnellere Verbrennungszeitpunkte ermöglicht. Saugrohreinspritzung bleibt jedoch die dominierende Technologie in vielen Fahrzeugen der mittleren Preisklasse, weil die niedrigeren Kosten, einfachere Wartung und bewährte Zuverlässigkeit für Anwendungen geeignet sind, wo maximale Effizienzgewinne die zusätzliche Komplexität nicht rechtfertigen.

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