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Fertigung

PM

Abkürzung für Place Marker; eine Positionsmarke.

PM: ein Positionierstift, der Teile in exakte Positionen hält

Ein Positionsmarker oder PM ist ein gehärteter Stahlstift oder Dübel, der in eine Vorrichtung, ein Gesenk oder eine Montagelehre eingesetzt wird, um die genaue Position eines Werkstücks oder Bauteils während des Fräsens, Stanzens, Formens oder der Montage festzulegen und zu halten. Er dient als mechanischer Referenzpunkt, der eine Verschiebung verhindert und Wiederholgenauigkeit über mehrere Produktionsläufe hinweg sichert. PMs sind typischerweise zylindrisch, mit Durchmessern von 3 mm bis 25 mm, wobei die bearbeitete Länge gerade so weit vorsteht, dass sie in ein entsprechendes Loch im Teil eingreift.

Das Funktionsprinzip ist einfach, aber entscheidend. Ein Teil wird gegen einen oder mehrere PMs gepresst oder gesetzt, die in vorgebohrte oder eingepresste Löcher in diesem Teil gleiten. Dieser Kontakt positioniert das Werkstück gleichzeitig in zwei oder drei Achsen, je nachdem wie viele PMs verwendet werden und wie sie angeordnet sind. Da sowohl der PM als auch das aufnehmende Loch auf enge Toleranzen gehalten werden, üblicherweise ±0,005 Zoll oder besser, ist die Wiederholgenauigkeit hervorragend. Nach der Positionierung wird das Teil durch Spannelemente oder Druck gehalten, während die eigentliche Arbeit, das Zerspanen, Formen, Schweißen oder Befestigen, rundherum stattfindet.

Häufige Varianten sind gerade PMs (einfache Stifte), Schulter-PMs (mit einer Stufe gegen zu tiefes Einfahren) und Kopf-PMs (mit einer Kappe für leichtere Handhabung). Das Material ist üblicherweise gehärteter Stahl wie AISI D2, um gegen Verschleiß durch wiederholtes Ein- und Ausfahren beständig zu sein. Bei Hochgeschwindigkeits- oder Hochvolumen-Operationen können PMs federbelastet sein oder in schnellwechselbaren Trägern montiert werden, um Rüstzeiten zu verkürzen, ohne die Genauigkeit zu beeinträchtigen.

Der kritische Ausfallmechanismus ist der Verschleiß der PM-Oberfläche oder des aufnehmenden Loches. Verschleißkorrosion kann auftreten, wo der PM auf das Teil trifft, besonders in feuchten Werkstätten oder wenn eisenhaltige Teile auf blanken Stahlpins ohne Schmierung treffen. Gratbildung an der Lochkante, verursacht durch tausende von Teileinsätze, schädigt allmählich sowohl den Stift als auch das Loch, was zu erhöhtem Ausschlag und schließlich zum Ausschuss guter Teile führt. Regelmäßige Inspektion und Austausch verschlissener PMs ist erforderlich; Austauschintervalle hängen von Produktionsvolumen und Materialhärte ab.

PMs sind das Fundament für die Vorrichtungskonstruktion in Stanztechnik, Zerspanung und Montage. Sie sind kostengünstiger und langlebiger als magnetische oder Vakuumpositionierungssysteme und benötigen keine externe Energieversorgung. In modularen Vorrichtungssystemen und schnellwechselbaren Paletten sind PMs die primäre Positionierungsmethode und damit unsichtbar, aber unverzichtbar für die variantenreiche Fertigung. Ihr Erfolg hängt vollständig von der Lochqualität und Sauberkeit ab; ein Grat, Zunder oder Span, der in einem PM-Loch zurückbleibt, verschlechtert die Genauigkeit und kann den Stift beim nächsten Zyklus beschädigen.

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