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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

PWB

Leiterplattenmaterial; eine unbeschichtete Leiterplatte, die durch Ätzen hergestellt wird und bei der leitende Spuren von nichtleitenden Flächen umgeben sind; bezeichnet die Leiterplatte vor dem Bestücken mit Bauteilen.

PWB: die Rohplatine vor der Bestückung

Eine PWB ist ein Substrat aus kupferbeschichteter Schichtplatte, üblicherweise glasfaserverstärktes Epoxidharz (FR-4), bei dem leitfähige Kupferleiterbahnen und Pads chemisch ätzend entfernt werden, um das Verbindungsmuster für elektronische Bauteile zu formen. Sie ist die physikalische Grundlage jeder Leiterplatte und kommt in der Bestückungsfabrik als unbeschaffendes Material mit Kupfer und Substrat an, ohne Widerstände, Kondensatoren, ICs oder andere aktive und passive Bauteile, die noch darauf montiert sind.

Der Herstellungsprozess beginnt mit einer Laminatplatte, die auf beiden Seiten mit Kupferfolie belegt ist, üblicherweise 1 Unze oder 2 Unzen Kupfer (gemessen nach Gewicht pro Quadratfuß). Eine Fotoresistschicht wird aufgetragen, durch eine Filmmaske belichtet und entwickelt, um festzulegen, welches Kupfer verbleibt und welches weggeätzt wird. Die Platine durchläuft dann chemisches Ätzen, typischerweise alkalisch oder sauer je nach Verfahren, um unerwünschtes Kupfer zu entfernen. Nach dem Ätzen wird der Lack abgelöst und hinterlässt die Leiterbahnen, Pads und Vias, die elektrische Signale und Stromversorgung zwischen Bauteileanschlüssen führen.

Einseitige PWBs haben Leiterbahnen nur auf einer Seite und werden immer noch für kostengünstige Anwendungen und einfachere Schaltungen hergestellt. Zweiseitige Platinen haben Kupfer auf beiden Seiten, verbunden durch platierte Durchkontaktierungen (Vias). Mehrlagige PWBs mit vier, sechs, acht oder mehr inneren Kupferschichten, die gestapelt und laminiert sind, ermöglichen eine deutlich höhere Dichte und sind Standard in der modernen Elektronik. Die Schichtenzahl, Via-Durchmesser, Leiterbahnbreite und Abstände unterliegen alle den Designvorgaben und den Mindestmöglichkeiten des Herstellers.

Der Begriff PWB unterscheidet die Rohplatine von einer PCA (Leiterplattenbestückung) oder PCBA, die dieselbe Platine nach dem Löten der Bauteile ist. Entwickler und Einkaufsteams sprechen von PWB-Spezifikationen, Lieferzeit und Menge beim Bestellen von Rohplatinen bei einem Leiterplattenhersteller. Die Qualität der PWB, einschließlich Leiterbahnkontinuität, Isolationswiderstand und Padverklebung, wirkt sich direkt auf die Zuverlässigkeit jedes elektronischen Produkts aus, das darauf aufgebaut ist.

Häufige Mängel bei PWBs sind unvollständiges Ätzen (Kupferbrücken zwischen Leiterbahnen), Überätzen (Leiterbahnen, die zu schmal oder unterbrochen sind), Plattierungslücken in Via-Wänden und Delamination von Schichten in mehrlagigen Platinen. Diese Mängel werden während der elektrischen Prüfung und optischen Kontrolle erfasst, bevor die Platine in die Bestückung gelangt. Der Begriff PWB ist in der Branche Standard geblieben, auch wenn die Herstellung von überwiegend inländischer auf globale Fertigung umgestellt hat, und das Kürzel bleibt in Designdateien, Bestellungen und technischer Dokumentation in allen Industriesektoren der Elektronik bestehen.

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