Abschrecken
Englisch: quench
Schnelles Kühlen durch direkten Kontakt mit Kühlflüssigkeit, wie das Abschrecken glühenden Eisens durch einen Schmied.
Härten: schnelle Abkühlung zur Fixierung der Härte
Härten ist das kontrollierte Eintauchen von erhitztem Metall in ein flüssiges Kühlmittel, üblicherweise Wasser, Öl oder Salzlösung, um es viel schneller abzukühlen, als Luft allein es kann. Das Ziel ist einfach: die Mikrostruktur des Metalls in einem Moment einzufrieren, der Härte und Festigkeit maximiert. Ein Stahlwerkstück, das auf seine Härtungstemperatur erhitzt wird, typischerweise 750 bis 900 Grad Celsius je nach Legierung und Kohlenstoffgehalt, wird wieder weich, wenn es langsam abkühlt; Härten zwingt die atomare Struktur zu erstarren, bevor diese Erweichung auftreten kann, und sperrt so einen härteren kristallinen Zustand namens Martensit ein.
Die Wahl des Härtungsmediums ist entscheidend. Wasser kühlt am schnellsten, kann aber zu ungleichmäßiger Abkühlung und inneren Spannungen führen; Öl kühlt langsamer und gleichmäßiger, was das Rissrisiko mindert; Salzlösung liegt dazwischen. Spezielle Härtungsflüssigkeiten wie Polymerlösungen und proprietäre Wärmeübertragungsfluide ermöglichen es Betrieben, die Kühlgeschwindigkeit für bestimmte Legierungen und Geometrien einzustellen. Ein kleines, einfaches Bauteil kann hartes Wasserhärten vertragen; eine große oder komplexe Schmiedewerkstück braucht schonendere Behandlung, um thermischen Schock zu vermeiden, bei dem die äußere Oberfläche hart wird, bevor das Innere abgekühlt ist, was Spannungen aufbaut, die das Bauteil spalten können.
Anlassen und der gesamte Prozess
Allein das Härten hinterlässt Stahl zu spröde für praktischen Gebrauch. Unmittelbar nach dem Härten muss das Bauteil auf eine kontrollierte niedrigere Temperatur, typischerweise 150 bis 650 Grad Celsius, erneut erhitzt werden, ein Prozess namens Anlassen. Dies beseitigt innere Spannungen und weicht den Stahl leicht auf, wobei etwas Härte gegen Zähigkeit eingetauscht wird. Der Schmied oder Wärmebehandler muss sowohl die Härtungstemperatur als auch die Anlasstemperatur in engen Grenzen halten, um die gewünschte Endhärte zu erreichen, die durch Härtungsprüfung am abgekühlten und angelassenen Bauteil überprüft wird.
Verschiedene Industrien verlassen sich unterschiedlich auf Härten. Besteckmachereien härten und lassen an, um eine Klinge zu bekommen, die eine Schärfe hält, ohne zu zerbrechen. Werkzeugmacher härten Matrizen und Stempel zu extremer Härte. Autohersteller härten Zahnradrohlinge und Befestigungselemente in riesigen automatisierten Anlagen, wo Teile durch beheizte Ölbäder und dann in Sprühkühlkammern taumeln. Der Begriff kommt direkt aus dem Altenglischen quenchen, auslöschen oder ersticken, ähnlich wie das Feuer eines Schmieds mit Wasser gelöscht wird.
Härten ist für hochleistungsfähige Stähle nicht optional: es ist der notwendige Schritt, der sie hart genug für die Arbeit macht. Versagen beim Härten, wie unzureichende Abkühlung, ungleichmäßige Temperatur oder kontaminiertes Kühlmittel, führt zu weichen Stellen im fertigen Bauteil und zu Ausschuss oder Ausfällen im Betrieb. Moderne Betriebe überwachen Härtewannentemperatur, Kühlmittelzustand und Kühlgeschwindigkeit mit Sensoren und Software, um den Prozess Charge für Charge in Spezifikation zu halten.